Bleibt er oder geht er? Abdelaziz Ahanfouf, mit neun Toren erfolgreichster MSV-Schütze der abgelaufenen Bundesliga-Spielzeit und davor umjubelter Aufstiegs-Held, schloss eine Fortsetzung seines Zebra-Engagements nach dem Abstieg nicht aus:

MSV: Trainer Rudi Bommer will frisches Kader-Blut

tt
22. Mai 2006, 15:23 Uhr

Bleibt er oder geht er? Abdelaziz Ahanfouf, mit neun Toren erfolgreichster MSV-Schütze der abgelaufenen Bundesliga-Spielzeit und davor umjubelter Aufstiegs-Held, schloss eine Fortsetzung seines Zebra-Engagements nach dem Abstieg nicht aus:

Bleibt er oder geht er? Abdelaziz Ahanfouf, mit neun Toren erfolgreichster MSV-Schütze der abgelaufenen Bundesliga-Spielzeit und davor umjubelter Aufstiegs-Held, schloss eine Fortsetzung seines Zebra-Engagements nach dem Abstieg nicht aus: "Ich kann mir auch einen Verbleib in der Zweiten Liga vorstellen." Gespräche mit der Duisburger Chef-Etage sind gelaufen, eine endgültige Entscheidung gab es bis zum Sonntag noch nicht - momentan trickst Ahanfouf für die marokkanische National-Mannschaft, mit der er zwei Testspiel-Einsätze hat. Rudi Bommer, Neu-Coach des MSV: "Ich habe mich mit Aziz vor seiner Abreise ausgetauscht. Sicher ist das ein Spieler, mit dem wir gerne weiterarbeiten würden und der Qualitäten hat. Präsident Walter Hellmich leitet die Gespräche, ich bin da ganz zuversichtlich, dass uns Ahanfouf erhalten bleibt." Die Hoffnung wurde am heutigen Montag getrübt, da unterschrieb der Angreifer nämlich einen Vertrag in Bielefeld.

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Noch keinen Haken haben auch die "Bausteine" Marino Biliskov und Thomas Baelum erhalten, wobei Rudi Bommer ausdrücklich betont: "Es sieht in diesen Fällen so aus, dass wir mit den Spielern weitermachen wollen." Der ehemalige Burghausener weiß um die brisante Verzwicktheit eines auseinanderbröckelnden Kaders: "Ich habe das bei 1860 München schon Mal erlebt, da mussten plötzlich binnen kürzester Zeit etliche neue Spieler geholt werden. Es ist wichtig, dass unsere Duisburger Mannschaft nicht auseinanderfällt." Wobei der neue Linien-Chef mit einigen Kandidaten nicht mehr plant: Mike Rietpietsch, Kai Michalke und Markus Anfang besitzen laufende Verträge, dem Trio sollen bei einer eventuellen Anfrage keine Wechsel-Steine in den Weg gelegt werden. Bommer: "Diese Formulierung kann man so stehen lassen."
Der Fußball-Lehrer geht ins Detail: "Wir benötigen nach dem Abstieg auch frisches Blut und frischen Wind. Das ist wichtig für die Fans, wir wollen Neugierde wecken." Sowohl für die rechte und linke Seite lässt Bommer den geschulten Blick schweifen, dazu genießt die Besetzung der zentralen Mittelfeld-Position hohen Stellenwert. "Wir suchen einen gestandenen Spielmacher und dazu einen etwas jüngeren Mann. Ich hoffe, dass vielleicht bis Dienstag Vollzug gemeldet wird." Duisburg mit dem doppelten Gestalter. Was die Resonanz im Umfeld anbelangt, zeigt sich der ehemalige Nationalspieler recht angetan: "Was ich aus dem Fan-Lager mitbekommen habe, ist schon sehr positiv. Die Leute denken nach dem Abstieg direkt um, so nach dem Motto: Wir kommen wieder. Das ist genau die richtige Einstellung. Wenn man stolpert, muss man direkt wieder aufstehen."

Autor: tt

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