Auf dem Transfermarkt konnten die Westfalen-Elche einen Erfolg vermelden. Was die künftige Ligenzugehörigkeit angeht, droht dagegen mächtig Ärger.

EHC Dortmund

Seeliger auf Konfrontationskurs

Markus Terbach
27. Januar 2010, 20:52 Uhr

Auf dem Transfermarkt konnten die Westfalen-Elche einen Erfolg vermelden. Was die künftige Ligenzugehörigkeit angeht, droht dagegen mächtig Ärger.

Die Dortmunder Westfalen Elche gehen mit einem neuen Torwart in das kommende Wochenende mit dem Auswärtsspiel in Bad Tölz und der Heimaufgabe gegen Bad Nauheim. Benjamin Voigt (27), einst in Diensten der Moskitos Essen, löste am Dienstag seinen Vertrag beim Zweitligisten Hannover Indians auf und schloss sich dem Oberliga-Aufsteiger aus dem Revier an.

Bei den Indians konnte sich der gebürtige Schongauer, der in der vergangenen Saison zum besten Torwart der Oberliga gekürt wurde, in dieser Spielzeit nicht gegen seine Rivalen durchsetzen. Mit im Schnitt fast vier Gegentoren pro Spiel steht er in der Goalie-Wertung der 2. Bundesliga nur an 30. Stelle. Ein deutliches Zeichen für eine bisher für Voigt absolut nicht nach Wunsch verlaufene Serie. „Wir benötigen einen Wettbewerb auf der Torhüter-Position“, stellt Elche-Trainer Frank Gentges klar. Praktisch seit Saisonbeginn hatte Gentges nach einem Goalie Ausschau gehalten und auch einige als Trainingsgäste begrüßt. Letztlich passte es bisher aber stets sportlich oder finanziell nicht.

[gallery]937,0[/gallery]
Alles andere als passend sind gegenwärtig auch die Auffassungen der Elche und der Ligagesellschaft ESBG hinsichtlich der Ligenzugehörigkeit der Dortmunder in der kommenden Saison. Die bayerischen Oberligisten wollen zum Saisonende aus der ESBG austreten und in einer Oberliga Süd unter dem Dach des DEB spielen. Alle Nord-Oberligisten, die nicht den Aufstieg in die 2. Bundesliga schaffen, würden übrig bleiben. Da die ESBG aus deren Sicht eine Spielmöglichkeit zu offerieren hat, vertreten die Teams die Auffassung, dass es dann nur in die als einzige ESBG-Liga verbleibende 2. Bundesliga gehen könne. „Wir sind Gesellschafter der ESBG. Wir lassen uns den Stuhl nicht vor die Tür stellen“, stellte Wolfgang Kurz, Gesellschafter in Bad Nauheim fest. ESBG-Chef Oliver Seeliger konterte nun, erklärte, dass eine Oberliga existieren würde und man nicht von einem „Massenaufstieg“ in Liga zwei ausgehe. Die kommenden Monate dürften also in jedem Fall wieder einmal spannend werden…

Autor: Markus Terbach

Kommentieren