Zwei verletzte Leistungsträger, zu Gast bei der

Krefeld Pinguine

"Einfach nur siegen, siegen, siegen"

Aaron Knopp
17. Januar 2010, 21:16 Uhr

Zwei verletzte Leistungsträger, zu Gast bei der "Heimmacht" aus Hannover? Egal. Die Krefeld Pinguine haben halt einen Lauf - und siegen auch an der Leine.

Wenn es nicht läuft, dann läuft es einfach nicht. Diese Erfahrung hat der KEV in dieser Saison bereits zur Genüge machen müssen. Unter dem neuen Coach Rick Adduono treten die Schwarz-Gelben nun den Gegenbeweis an. Mit einem 3:2-Penalty-Erfolg bei den Hannover Scorpions setzten die Pinguine ihren Aufschwung weiter fort.

Dabei waren die Vorzeichen alles andere als optimal. Denn der Erfolg gegen den ERC Ingolstadt kam die Krefelder teuer zu stehen. Lynn Loyns fällt bis zum Saisonende aus und Patrick Hager kommt wohl erst nach der Olympiade wieder. Beide verletzten sich am Knie. Und die Niedersachsen sind nach katastrophalem Start vor heimischem Publikum zu einer echten Macht gereift. Dass das kein Zufall ist, mussten die Pinguine am eigenen Leib erfahren. 100 Sekunden waren auf der Uhr, als Ben Cottreau das Team von Trainer Hans Zach in Führung brachte. Keine 100 Sekunden später stellte Tore Vikingstad auf 2:0.

[imgbox-right]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/005/710-5794_preview.jpeg Hans Zach (Foto: firo).[/imgbox]
Davon mussten sich die Schwarz-Gelben erstmal erholen. Dass es bis zur erste Pause beim 0:2 blieb, durfte man da durchaus als Teilerfolg werten, darauf ließ sich aufbauen. Charlie Stephens tat genau das und brachte den KEV mit einem platzierten Schuss in den Winkel wieder auf einen Treffer heran (24.), Rob Globke konnte zwölf Minuten später in Überzahl ausgleichen. Damit hatten die Gäste den ersten Punkt bereits im Sack, 60 Minuten lang blieb es beim 2:2. Es ging ins Penaltyschießen, wo Herberts Vasiljevs und schließlich Allan Rourke für die Pinguine trafen und auch den zweiten Zähler unter Dach und Fach brachten. Der Lohn: Zumindest in der Blitztabelle schoben sich die Niederrheiner auf Pre-Play-off-Rang zehn.

Es scheint, als hätten die Pinguine nicht nur den Trainer, sondern gleich das ganze Team ausgetauscht. Co-Trainer Reemt Pyka will sich darauf aber nicht ausruhen: „Es war eine geschlossene Mannschaftsleistung, niemand ist wirklich abgefallen. Trotzdem: Wir haben noch genug Begegnungen vor uns und für uns heißt es weiterhin einfach nur siegen, siegen, siegen. Wir haben noch genug Punkte gutzumachen, die wir liegen gelassen haben.“

Ein Erfolg gegen die Freezers am Dienstag ist also Pflicht. Doch Pyka mahnt zur Vorsicht: „Das wird keine leichte Kiste. Hamburg hat sich durch den neuen Torwart ein bisschen gefangen. Wir sind auf jeden Fall gewarnt.“

Autor: Aaron Knopp

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