Schon bevor in Paderborn angepfiffen wurde, durfte die Fortuna einen Teilerfolg feiern. Die Sperre von Ranisav Jovanovic wurde auf drei Spiele verkürzt.

Fortuna: Jovanovic

„Er hat zu 90 Prozent nur gelogen“

Christian Krumm
16. Januar 2010, 19:07 Uhr

Schon bevor in Paderborn angepfiffen wurde, durfte die Fortuna einen Teilerfolg feiern. Die Sperre von Ranisav Jovanovic wurde auf drei Spiele verkürzt.

So kann der Angreifer zumindest beim kommenden Heimspiel gegen Union Berlin wieder mitwirken. „Erstmal bin ich froh, dass wir bei der drittbesten Heimmannschaft der Liga einen Punkt geholt haben“, erklärt Jovanovic. „Meine Reduzierung sehe ich mit einem weinenden und einem lachenden Auge, weil ich in Paderborn sehr gerne aufgelaufen wäre. Ich bin aber natürlich froh, dass die Sperre nun ein Ende hat.“

Bis zur Verkündung des Urteils hatte der ehemalige Mainzer noch gehofft, schon am ersten Rückrunden-Spieltag wieder auf dem Platz zu stehen. „Ich hatte natürlich alles dabei und hätte spielen können“, berichtet Jovanovic, für den eine biomechanische Untersuchung zur Strafminderung geführt hat. „Biomechaniker können nach dem Studium der Bilder sagen, ob die Bewegung natürlich ist oder nicht. Diese Analyse hat uns auch geholfen, dass unser Einspruch was gebracht hat.“

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Größer als die Freude über das Urteil war der Ärger über den Bielefelder Andre Mijatovic, der mit seinen Aussagen Jovanovic erneut schwer belastete. „Es ist sehr traurig, dass ein Mitspieler aus der Liga von den Sachen, die er gesagt hat, zu 90 Prozent nur gelogen hat. Das hat mich schon geärgert. In manchen Sachen hat das Gericht ihn auch entlarvt, aber das war ihm egal, weil er wusste, dass ihm nichts passieren kann“, schüttelt „Rani“ den Kopf. „Aber die Sache ist nun abgehakt. Ich freue mich, dass in dieser Woche auch für mich die Rückrunde los geht.“

Auch Kapitän Andreas Lambertz ist froh, dass er gegen die „Eisernen“ von Union Berlin wieder den Goalgetter mit seinen Pässen bedienen kann: „Dass sie die Sperre komplett aufheben, damit hat wohl keiner gerechnet, aber die Reduzierung ist ja schon mal was.“ Auch „Lumpi“ weiß, dass nach der Verpflichtung von Torsten Oehrl nun im Angriff noch heißer um die beiden Plätze gekämpft wird. „Die Konkurrenz ist noch größer, wenn er wieder mit dabei ist.“

Aber auch eine andere Entscheidung, die allerdings Trainer Norbert Meier zu treffen hatte, wurde von den Fortuna-Anhängern interessiert zur Kenntnis genommen. Die Nummer eins ist nach wie vor Michael Ratajczak. „Wir haben zwei starke Keeper“, betont Meier. „Aber Ratajczak hat sich das nach der starken Hinrunde verdient. Michael Melka ist deshalb aber nicht außen vor. Rata muss nun damit umgehen, dass nicht ein ganz junger Torwart hinter ihm lauert, sondern mit Melka ein erfahrener Mann danach lechzt, wieder zwischen den Pfosten zu stehen.“

Auch in Paderborn war Ratajczak wieder ein sicherer Rückhalt. Meier: „Er hatte eine starke Situation, als er einen Schuss von Brückner festhält, was wichtig war, weil zwei einschussbereite Paderborner schon gelauert haben.“ Er fügte hinzu: „Grundsätzlich sind wir froh, dass wir zwei Keeper dieser Kategorie im Team haben.“ Nachdem Melka bereits verlängert hat, soll nun auch Ratajczak ein neues Arbeitspapier unterzeichnen. „Ich gehe davon aus, dass Rata auch in den nächsten Tagen verlängert“, sagt Meier. „Dass wir Beiden einen neuen Vertrag gegeben haben, zeigt auch unser Vertrauen in sie.“

Autor: Christian Krumm

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