Wertet man die Pleite gegen Frankfurt als Nagelprobe, hat der KEV sie bestanden und die passende Antwort gegeben. Herberts Vasiljevs erklärt den Aufwärtstrend.

Herberts Vasiljevs

"Jeder muss die Play-offs riechen"

Aaron Knopp
14. Januar 2010, 10:37 Uhr

Wertet man die Pleite gegen Frankfurt als Nagelprobe, hat der KEV sie bestanden und die passende Antwort gegeben. Herberts Vasiljevs erklärt den Aufwärtstrend.

Was macht Rick Adduono anders als Martin Jiranek?

Ich glaube, die Mannschaft brauchte ganz einfach eine Veränderung. Wir haben unter Martin Jiranek immer noch gut gespielt aber trotzdem verloren, das steckte in den Köpfen. Adduono ist gekommen und hat nur Optimismus verbreitet, wir spielen ein etwas anderes System und die Trainingseinheiten unterscheiden sich auch. Aber Jiranek hat ja nichts falsch gemacht. Allein, dass er jetzt in Mannheim arbeitet, spricht nur für ihn. Doch wir haben einfach das Tor nicht getroffen, jetzt spielen wir befreiter auf.

Nicht nur die Mannschaft, auch bei Ihnen läuft es wieder.

Ich glaube, alle gehen mal durch so ein Tief. Wichtig ist nur, dass man wieder zurückkommt. Ich weiß, dass ich ein guter Spieler bin. Dann muss man nur seine Arbeit machen und irgendwann werden schon die Erfolge kommen. Und die Kritik gab es ja nicht nur an meiner Person, sondern an der ganzen Mannschaft. Aber als Leistungsträger steht man im Blickpunkt, das akzeptiere ich auch. Wenn der Erfolg ausbleibt, dann muss es ja an irgendjemandem liegen.

Wenn man die Formkurve betrachtet, scheint Platz zehn nur noch eine Frage der Zeit zu sein, oder?

Das würde ich nicht so einfach sagen. Es wartet noch ein ganz hartes Stück Arbeit auf uns. Alle Begegnungen sind auf Messers Schneide, im Moment gelingt es uns, die Partien zu unseren Gunsten zu kippen. Aber wir haben noch nichts erreicht. Wir dürfen uns nicht damit zufriedengeben, dass wir nah dran sind. Wir müssen noch härter arbeiten als die Mannschaften, die vor uns stehen, um denen die Punkte zu stehlen. Jeder muss jetzt die Play-offs riechen und noch mehr an sich arbeiten.

Autor: Aaron Knopp

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