Ihre Einwechselung löste Begeisterung, aber auch Nachdenklichkeit aus. Mit den beiden Tschechen kam der Erfolg, doch anschließend auch die berechtigte Frage, was wird aus den Borussen in der kommenden Saison, wenn Tomas Rosicky und Jan Koller sich nicht mehr den BVB-Dress überstreifen?

BVB: Jan Koller: "Dafür sechs Monate lang geackert"

rk
05. Mai 2006, 09:46 Uhr

Ihre Einwechselung löste Begeisterung, aber auch Nachdenklichkeit aus. Mit den beiden Tschechen kam der Erfolg, doch anschließend auch die berechtigte Frage, was wird aus den Borussen in der kommenden Saison, wenn Tomas Rosicky und Jan Koller sich nicht mehr den BVB-Dress überstreifen?

Ihre Einwechselung löste Begeisterung, aber auch Nachdenklichkeit aus. Mit den beiden Tschechen kam der Erfolg, doch anschließend auch die berechtigte Frage, was wird aus den Borussen in der kommenden Saison, wenn Tomas Rosicky und Jan Koller sich nicht mehr den BVB-Dress überstreifen?
Selbst Hans-Joachim Watzke räumte ein: "Natürlich kommt da Wehmut auf." Doch zu verhindern sind die Abgänge nicht: "Ich möchte zu bedenken geben, dass Tomas bei uns noch einen Vertrag bis 2008 hat und wir ihn nicht verkaufen wollen. Er will allerdings unbedingt weg. Auch Jan Koller haben wir einen neuen Kontrakt angeboten, er möchte nun woanders zu neuen Ufern aufbrechen."
Doch am drittletzten Spieltag erlebte das Duo noch einmal einen besonderen Tag bei ihrem Noch-Arbeitgeber. Der 2,02-Mittelstürmer euphorisch: "Es ist ein Super-Gefühl, endlich wieder spielen zu können. Für diesen Moment habe ich über ein halbes Jahr lang jeden Tag sieben bis acht Stunden geackert." Einen weiteren Schub erhielt "Dino" von den Fans, die ihn bei seinem Comeback frenetisch feierten: "Das habe ich selbstverständlich registriert. Ich habe mich unendlich darüber gefreut, dass sie mich nicht vergessen haben." Jetzt hat er ein weiteres Ziel im Visier: "Gegen Frankfurt möchte länger als nur 18 Minuten spielen, denn es gilt für mich, fit werden für die WM."
Und bei diesem Spektakel wird Koller nach der festen Meinung von Rosicky auch dabei sein: "Er schafft es, nach dem Tag in Hannover habe ich daran keinerlei Zweifel mehr." Die hatte "Mozart" jedoch vor der Ausführung des Freistoßes, der anschließend genau im Winkel des 96-Gehäuses landete: "Zuerst hatte ich den Gedanken, mit dem Außenrist zu schießen, dann durch die Mauer, doch die dritte Idee, die ich dann auch umgesetzt habe, war genau die richtige." Zufrieden fügte er hinzu: "Es war mein erster direkt verwandelter Freistoß seit ich in Dortmund bin." Von dieser Stadt wird er sich bald verabschieden. "Auch für mich ist das sehr schwer, nach sechs Jahren tschüss zu sagen. Das ist allein meine Entscheidung, der Klub will mich ja nicht abgeben."
Für Christian Wörns keine inspirierende Vorstellung: "Als die beiden reingekommen sind, da hatten wir einfach mehr Qualität in unseren Reihen. Tomas ist der Mann für die besonderen Dinge. Jan kann den Ball halten und ist bei den Kopfballsituationen ungeheuer wertvoll für uns." Tugenden, die am Dienstag wesentlich dazu beitrugen, dass die Schwarz-Gelben drei Zähler verbuchen konnten, auf die jedoch nur noch zweimal zurückgegriffen werden kann. Watzke blickt trotzdem optimistisch nach vorne: "Dann kann Steven Pienaar die Glanzlichter im Mittelfeld setzen."

Autor: rk

Kommentieren