Felix Magath zog ein positives Fazit vom Trainingslager, ehe es am Samstag nach Hamburg zum Test auf St. Pauli ging. Vor allem

S04: Magath begeistert

Herausragende Rolle für Alex Baumjohann

10. Januar 2010, 10:57 Uhr

Felix Magath zog ein positives Fazit vom Trainingslager, ehe es am Samstag nach Hamburg zum Test auf St. Pauli ging. Vor allem "Baumi" hat es ihm angetan.

Nach acht anstrengenden Tagen in Spanien endete für die Schalker Profis am Samstag das Wintertrainingslager in Chiclana de la Frontera. Trainer Felix Magath und seine Spieler brachen nach dem Mittagessen aus dem Fünf-Sterne-Quartier „Barrosa Palace“ auf und reisten von Jerez nach Hamburg, wo am Sonntag (14 Uhr) der FC St. Pauli zur Generalprobe auf den Rückrundenstart in einer Woche gegen den 1. FC Nürnberg wartet.

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Bei morgendlichen Laufeinheiten am dunklen Strand, fiesem Zirkeltraining mit dicken Medizinbällen und Rutschpartien im Training auf dem regenweichem Rasen kam bei den Spielern im schönen Andalusien ganz sicher kein Urlaubsfeeling auf. „In der Vorbereitung muss man natürlich an seine Grenzen gehen, sonst kommt man nicht weiter. Wenn man immer unter seinen Möglichkeiten bleibt, dann hält man zwar sein Niveau, aber man wird nicht besser und wir wollen und müssen uns schon noch verbessern“, erklärte der Meistermacher auch, warum er trotz der sensationell starken Hinrunde in seinem Pensum nicht nachlasse. „Mit den Bedingungen vor Ort war ich insgesamt zufrieden. Die tiefen Böden hatten sogar den Vorteil, dass wir uns Krafteinheiten sparen konnten“, schmunzelte der „Schleifer“.
Abwechslung brachten die beiden Spielen gegen den Fortuna Düsseldorf (5:5) sowie den spanischen Fünftligaklub Conil CF (14:0), in denen bis auf den angeschlagenen Bogdan Müller vier der fünf Neuzugänge zum Einsatz kamen.

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Während Schalke-Rückkehrer Alexander Baumjohann bereits seine Qualitäten als Vorbereiter und der Ex-Bochumer Edu als Vollstrecker andeuten konnten, sind Peer Kluge und Tore Reginiussen nicht in erster Linie für die Produktion von Treffern geholt worden. „Die neuen Spieler müssen konditionell noch etwas aufholen, aber sie haben sich schnell eingefügt. Edu hat das Niveau, sich national, vielleicht sogar international durchzusetzen. Peer Kluge wird uns problemlos verstärken. Und mit Baumjohann haben wir einen Spieler, der hier auf Sicht eine herausragende Rolle spielen kann“, glaubt Magath daran, die richtigen Spieler geholt zu haben. „Mit allen Neuverpflichtungen haben wir unsere Breite vergrößert und sind auch für den Fall gewappnet, sollte uns der ein oder andere Spieler in Laufe dieser Transferperiode noch verlassen“, weiß Magath.

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Denn erneut machten erneut Gerüchte um einen Wechsel von Kevin Kuranyi nach England die Runde. Laut der „Times“ soll der FC Sunderland bereits mit dem FC Schalke Einigkeit über einen Transfer des Stürmers erzielt haben und 3,4 Millionen Euro Ablöse für den mit acht Toren besten Schalker Goalgetter der laufenden Serie bieten. Doch diesen Meldungen können weder Magath noch Kuranyi selbst etwas abgewinnen. „Falls wir die Champions League erreichen sollten, haben wir finanziell einen ganz anderen Spielraum. Doch das wissen wir erst am Ende der Saison, daher können wir kaum vorher mit Kevin über seine Zukunft bei uns reden“, sagt Magath.

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Statt Kuranyi stehen andere Spieler auf dem Sprung. Vor allem Rafinha betont bei jeder Gelegenheit, dass er den Verein verlassen möchte. Doch für den eigenwilligen Brasilianer trudeln eben keine millionenschweren Angebote ein, so wie er es sich selbst erhofft. „Am liebsten wäre mir, wenn er bleiben würde. Schließlich ist er für mich der beste Verteidiger in der Bundesliga, auch wenn es nicht alle so sehen“, sagt Magath mit einem Seitenhieb auf seinen Münchner Kollegen Louis van Gaal, der Rafinhas Qualitäten weniger schätzt.

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Schwer vermittelbar sind auch Edelreservisten wie Gerald Asamoah und Halil Altintop, die auf Schalke gutes Geld verdienen, aber unter Magath keine echte Perspektive mehr haben. Daher möchte der Teammanager den derzeit 33 Profis umfassenden Kader verkleinern. „Ich denke, dass uns noch ein, zwei Spieler verlassen werden, aber sicher nicht vier oder fünf“, kündigt Magath an.

Die Transferperiode dauert noch bis zum 31. Januar. Bis dahin wird sicher weiter Bewegung auf den Transfermarkt kommen - vor allem, wenn Magath auf Einkaufstour geht.

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