Die Anreise war ein wenig beschwerlich, doch ein Mittagessen mit Felix Magath in Chiclana de la Frontera entschädigte Tanja Krull für alle vorherigen Strapazen.

Vom Trainer begeistert

„Felix Magath ist sehr authentisch“

08. Januar 2010, 15:07 Uhr

Die Anreise war ein wenig beschwerlich, doch ein Mittagessen mit Felix Magath in Chiclana de la Frontera entschädigte Tanja Krull für alle vorherigen Strapazen.

Wie Michael Rum und Lutz Schmitz hatte sie eine exklusive Reise ins Trainingslager des FC Schalke im spanischen Chiclana de la Frontera gewonnen.

Die 34-jährige Blondine hatte bei der Jahrestombola der königsblauen Vereinsmitglieder den großen Preis abgeräumt und logiert nun mit ihrem Freund Rafael Richter Tür an Tür mit Manuel Neuer, Kevin Kuranyi und Co. im Fünf-Sterne-Quartier „Barrosa Palace“.

24 Stunden später als eigentlich geplant war das Pärchen am Ziel ihres Trips angekommen. Weil sich am Sonntag der Abflug wegen des Schneechaos in Düsseldorf verzögert hatte, verpassten Krull und Richter auf Mallorca ihren Weiterflug nach Jerez. Mit an Bord waren 25 weitere Schalker Anhänger, die ebenfalls eine lauschige Nacht in Palma verbringen mussten. „So haben wir leider das Spiel gegen Fortuna Düsseldorf nicht sehen können“, ärgerte sich Krull.

Doch am folgenden Tag konnte Felix Magath ihr im persönlichen Gespräch sagen, wie er mit dem bisherigen Stand der Vorbereitung zufrieden ist. „Ich war sehr aufgeregt und habe kaum einen Satz herausbekommen, aber Felix Magath war sehr authentisch und offen. Er hat uns nicht das Gefühl gegeben, dass ihm der Gedankenaustausch mit uns Fans unangenehm wäre“, war Krull vom Meistermacher schlichtweg begeistert.

Etwas vorwitziger wagte sich ihr Lebenspartner an den Erfolgscoach heran. Richter überwand schnell seine Scheu und löcherte Magath, wann er denn die Schale nach Gelsenkirchen bringen würde. „Er hat gesagt, mal abwarten“, grinste Richter, denn natürlich konnte der 56-Jährige auch der intimen Runde nicht versprechen, dass es schon in diesem Jahr mit der Meisterschaft klappen würde. „Von Platz eins wollen wir ja noch gar nicht reden. Aber wenn wir so weitermachen wie in der Hinrunde, dann ist die Champions League drin“, zeigt sich Krull optimistisch.

Arthur Saager vom Schalker Fan-Club Verband ist vor Ort für die Betreuung der treuen Königsblauen, die den Weg nach Andalusien gesucht hatten, zuständig. Der zweite Vorsitzende des Dachverbandes macht nach Einschätzung der beiden Gäste aus dem Revier einen guten Job. „Alles ist sehr gut organisiert. Arthur Saager ruft uns zum Beispiel an, wann das nächste Training stattfindet. So verpassen wir hier wirklich nichts“, freut sich Krull.
Nach der blau-weißen Nacht am Freitagabend, die ab 20 Uhr in einem Restaurant in Chiclana stattfindet, wird es für die Recklinghäuser aber schon Zeit, die Koffer zu packen. Am Samstag geht es zurück in die Heimat - mit einem guten Gefühl und der Aussicht, dass unter Magath der Traum von der achten deutschen Meisterschaft auf Schalke in den nächsten Jahren endlich wahr wird.

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