Georg Koch kam symptomatisch für die MSV-Lage aus den Kölner Katakomben, stark humpelnd, nachdem er vor dem 0:2 vehement mit Kölns Lukas Podolski zusammen krachte.

MSV: Koch fordert die Rückkehr zum Arbeiterclub

cb
23. April 2006, 19:52 Uhr

Georg Koch kam symptomatisch für die MSV-Lage aus den Kölner Katakomben, stark humpelnd, nachdem er vor dem 0:2 vehement mit Kölns Lukas Podolski zusammen krachte.

Georg Koch kam symptomatisch für die MSV-Lage aus den Kölner Katakomben, stark humpelnd, nachdem er vor dem 0:2 vehement mit Kölns Lukas Podolski zusammen krachte. Nach dem Duschen erklärte der Routinier ruhig aber bestimmt in die Richtung von Referee Herbert Fandel: "Wir sind alle sehr enttäuscht. Und eigentlich sage ich nie etwas zu den Schiedsrichtern, aber bei den beiden Treffern muss ein Mann seiner Klasse die Foulspiele sehen."
Zwei Szenen meinte der Schlussmann im Detail. "Vor dem 0:1 wird Peter van Houdt gefoult, vor dem 0:2 grätscht Lukas Podolski mit beiden Beinen in mich rein. Da gibt es keine Ausrede, da muss er pfeifen." Bestätigt wurde er zumindest bei der Podolski-Aktion, die er via TV verfolgte. Der FC-Knipser zu besagter Szene: "Ich gehe normal hinterher, weil mir der Ball versprang. Es kam kein Pfiff, daher war es kein Foul." Dennoch ging das Mega-Talent bei der verletzungsbedingten Auswechslung von Koch noch schnell zum Torwart, eine Begegnung, die Koch auf Nachfrage nach dem Inhalt des Kurztreffens lapidar kommentierte: "Was soll er schon gesagt haben, jeder weiß, der kann nicht richtig sprechen."
Dann kam der Leistungsträger wieder zu seiner Truppe, das 1:3 wurde symptomatisch für die Gesamtsituation herausgekramt: "15 Sekunden nach dem Anschluss kriegen wir das 1:3. Das kann nicht wahr sein, für uns war das aber typisch." Daher auch der Abstieg, für den es mehr als nur einen Grund gibt, unter anderem den, dass "nach dem Ende von Norbert Meier versucht wurde, über Nacht einiges zu verändern", wie Koch anmahnte. "Dabei sind wir ein Arbeiterclub und das sollten wir auch bleiben."
Im nächsten Jahr in der zweiten Liga, wie es aussieht mit Koch, der betont: "Ich habe einen Vertrag und fühle mich hier wohl." Damit das auch so bleibt, erwartet der Kapitän nun von den Vereinsverantwortlichen ein schnelles Handeln. "Die Welt geht jetzt nicht unter. Seit gestern hat der Neuaufbau begonnen. Wir müssen schnell planen, mit den Spielern muss gesprochen werden, damit man weiß, wie es hier weiter geht." Einen Wunsch hat koch dabei auch: "Die neuen Leute müssen passen. Wir brauchen echte Typen, so wie bei unserem letzten Aufstieg. Die Jungs müssen alle Herzblut mitbringen."
Stellt sich die Frage, unter welchem Coach, Koch zu der Trainerpersonalie: "Heiko Scholz hat zuletzt seine Sache richtig gut gemacht. Aber es ist nicht unsere Entscheidung, der Club muss entscheiden, was er macht."

Autor: cb

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