Die Absage passt Erkenschwick nicht ins Konzept. Jürgen Wielert hätte die Partie gegen den angeschlagenen Gast aus Wanne-Eickel gerne über die Bühne gebracht.

"Tolle" Entwicklung

Aufstieg ist für Bockhoff machbar

21. Dezember 2009, 11:17 Uhr

Die Absage passt Erkenschwick nicht ins Konzept. Jürgen Wielert hätte die Partie gegen den angeschlagenen Gast aus Wanne-Eickel gerne über die Bühne gebracht.

„Aber es hätte nach den heftigen Schneefällen einfach keinen Sinn gehabt“, musste sich der Coach der Erkenschwicker Petrus fügen.

Und dennoch kann der Ex-Profi ein ruhiges Weihnachtsfest feiern. Denn die Spielvereinigung hat sich innerhalb von nur zwölf Monaten von einem Abstiegskandidaten in der Westfalenliga 1 zum Aufstiegsanwärter in der Staffel 2 gemausert. „Die Entwicklung der Jungs ist sensationell“, lacht Wielert. „Im letzten Jahr waren wir Letzter und haben mit einer fantastischen Rückrunde den Grundstein für den Klassenerhalt gelegt.“

Im Sommer ist dann der Wechsel in die andere Gruppe vollzogen worden. Ein Glücksfall. „In der Liga 1 wären wir nicht Erster“, ist sich Kapitän Thomas Falkowski sicher. „Dort wird viel körperbetonter zur Sache gegangen. Uns kommt aber das spielerische Element zu Gute.“ Und wie: Denn die Spielvereinigung hat sich auch noch ein Vier-Punkte-Polster auf den Verfolger aus Erndtebrück angefressen. „Die Spieler strotzen vor Selbstvertrauen und lernen täglich“, strahlt Wielert. „Wir haben eine sensationelle Hinrunde abgeliefert und freuen uns schon jetzt auf die Rückserie.“

Am Stimberg scheint nach den tristen Jahren, die in der drohenden Insolvenz ihren Höhepunkt hatte, wieder die Sonne. Denn der Sprung in die NRW-Liga ist für alle Beteiligten machbar. „Wenn es sportlich gelingen sollte, werden wir auch die Rahmenbedingungen erfüllen“, macht Manager Klaus Bockhoff deutlich, dass der Aufstieg realisierbar wäre. „Das Team ist homogen und wir sind auf jeden Fall konkurrenzfähig.

Wenn es klappt, würden wir uns nicht wehren.“ In der Winterpause könnte es dennoch zu personellen Veränderungen kommen. Denn nach der Verletzung von Keeper Jürgen Laugallies, der sich einen Bänderriss und eine Knochenabsplitterung im Sprunggelenk zugezogen hat, besteht Handlungsbedarf. Aber bisher haben ja alle Transfers gezündet, sodass man sich in Erkenschwick auch dieses Mal wohl keine Gedanken machen muss.

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