Am letzten Wochenende haben Unbekannte dem SV Phönix Eving ein Fußballtor zersägt. Ein Vorfall, der sich nicht zum ersten Mal im Dortmunder Stadtteil ereignete.

Tor in Eving zersägt

"Das ist eine übelste Frechheit"

09. Dezember 2009, 08:47 Uhr

Am letzten Wochenende haben Unbekannte dem SV Phönix Eving ein Fußballtor zersägt. Ein Vorfall, der sich nicht zum ersten Mal im Dortmunder Stadtteil ereignete.

„Ich habe das vor ungefähr 15 Jahren, als ich Jugendleiter war, schon einmal erlebt“, erzählt Rüdiger Weigelin, der inzwischen 1. Vorsitzender des Vereins ist. „Ich kam um neun Uhr auf den Platz und dachte, dass irgendetwas nicht stimmt. Aber im ersten Moment bin ich gar nicht darauf gekommen, dass ein Tor abgesägt war“, erinnert er sich.

Während das Gebälk damals an den Pfosten durchtrennt wurde, hatten es die Täter dieses Mal auf die Latte abgesehen. „Die war so angesägt, dass sie sich verbogen hatte und wir das Tor abreißen mussten“, erklärt der Sportliche Leiter Rene Bleschke, der sich in erster Linie über die mit der Tat verbundenen Absagen ärgert. „Ich finde es erschreckend. Es ist eine übelste Frechheit, dass man auf diese Weise den Spielbetrieb der Senioren- und Jugendteams stört“, findet er.

So musste beispielsweise die Kreisliga B-Partie zwischen der Phönix-Reserve und dem BV Viktoria Kirchderne abgesagt werden. In den neunziger Jahren war die erste Mannschaft betroffen, wobei es damals eher von Vorteil war, dass die Partie gegen den VfL Schwerte ausfallen musste, weil es einen „spielerischen Notstand“ gab und die „Siegeschance nur sehr gering war“, wie es in der Festschrift der SV Phönix aus dem Jahre 2003 heißt. Ein halbes Jahr später wurde erneut ein Tor abgesägt. Die Übeltäter hat man nie gefunden. Ob dies beim dritten Vorfall der Vereinsgeschichte geschehen wird, bleibt abzuwarten. „Wir haben Strafanzeige erstattet“, sagt Weigelin, der aber auch zugeben muss, dass man „völlig im Dunkeln“ tappe.

Positiv ist, dass das Sportamt Dortmund bereits für Ersatz gesorgt hat und am Donnerstag (19 Uhr) das vorgezogene Meisterschaftsspiel der ersten Mannschaft gegen den SV Herbern stattfinden kann. „Die waren etwas pikiert, dass in Zeitung und Radio über das Thema berichtet wurde und haben jetzt schnell reagiert“, freut sich der Vereinsboss und auch Bleschke ist froh über die schnelle Lösung. „Danke an die Stadt Dortmund. Dass das Tor wieder da ist, ist gut für uns, weil wir heiß auf das Spiel sind“, sagt er angesichts der Tatsache, dass der SV bei einem Sieg mitten im Aufstiegskampf wäre. „Wer da nicht alles gibt, der hat sich den falschen Sport ausgesucht“, appelliert er an die Mannschaft. „Die Spieler müssen einfach nur treffen“, sagt Weigelin und hofft, dass am Donnerstag wieder Tore fallen, die dem Klub nicht schaden.

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