Den abermaligen Sturz auf einen Abstiegsplatz hat Schalke II vermieden. Dennoch könnte die Unruhe bei der königsblauen Reserve nicht größer sein.

S04 II: Trainerwechsel?

Ruhnert ratlos, übernimmt Boris im Januar?

05. Dezember 2009, 19:34 Uhr

Den abermaligen Sturz auf einen Abstiegsplatz hat Schalke II vermieden. Dennoch könnte die Unruhe bei der königsblauen Reserve nicht größer sein.

Die 0:1-Niederlage gegen den SV Elversberg war am Samstag in Wanne-Eickel nur eine Randnotiz. Denn obwohl (Noch-) Coach Oliver Ruhnert und der Sportliche Leiter der S04-Nachwuchsabteilung Uwe Scherr ahnungslos sind, deutet sich in Schalkes U23 ein Wechsel auf der Trainerbank an.

Michael Boris, seit August Dauerpraktikant bei Meistermacher Felix Magath hat bei seinem jetzigen Arbeitgeber Germania Windeck den laufenden Vertrag zum 31. Dezember gekündigt und wird als neuer Mann an der Schalker Seitenlinie gehandelt. „Ich weiß davon nichts, deshalb beschäftige ich mich mit dem Thema auch nicht. Das wäre eine Entscheidung, die ich nicht beeinflussen könnte“, winkt Ruhnert ab, um dann doch den möglichen Ausweg aus seiner bevorstehenden Demission aufzuzeigen. „Außerdem habe ich schon im Mai gesagt, als ich meine Tätigkeit als Scout aufgegeben habe und hier als Trainer eingesprungen bin, dass es mir fast egal ist, in welcher Funktion ich für den Verein tätig bin. Es ist so oder so eine Ehre, für Schalke 04 zu arbeiten.“

Seine jetzigen Spieler taten am Samstag nichts, um für seinen Verbleib zu kämpfen. Gegen die gewiss nicht stärkeren Gäste zeigten die Schalker alt bekannte Schwächen. Ein Fehler in der Deckung, den der Ex-Ahlener Denis Omerbegovic zum 1:0 für den SV nutzte, und planloses Gekicke reichten schon, um die 07er auf die Erfolgsspur zurückzubringen. „Nach unserer bitteren 0:4-Niederlage gegen Kaiserslautern war es für uns ein erfreuliches Ergebnis. Wir freuen uns nun auf das Derby am nächsten Wochenende gegen Saarbrücken“, begab sich Ruhnerts Kollege Günter Erhardt guten Mutes auf die Heimreise.

Elversberg hat sich mit dem Dreier vorerst von der Gefahrenzone abgesetzt. Für die Schalker hingegen dürfte der Kampf um den Klassenerhalt bis zum letzten Spieltag dauern. „Solche Gegner musst du schlagen, sonst bleibst du eben unten drin“, schüttelte Scherr den Kopf. „Wir haben etliche Zähler unnötig liegengelassen, das muss sich in der Rückrunde ändern.“

Die beginnt am kommenden Samstag mit einem abermaligen Heimspiel gegen Trier. Es könnte schon sein letztes als Trainer des Schalker Unterbaus sein.

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