Eigentlich könnte Luisa Wensing noch in der U17 des FCR Duisburg spielen, stattdessen folgte in dieser Saison bereits der Sprung in die Bundesliga-Mannschaft.

Wensings Karrieresprung

„Damit hat keiner gerechnet“

Desirée Kraczyk
04. Dezember 2009, 10:47 Uhr

Eigentlich könnte Luisa Wensing noch in der U17 des FCR Duisburg spielen, stattdessen folgte in dieser Saison bereits der Sprung in die Bundesliga-Mannschaft.

Gegen Turbine Potsdam feierte die erst 16-Jährige ihr Debüt als rechte Außenverteidigerin, mittlerweile gehört sie zu den Stammspielerinnen.

„Damit hat keiner gerechnet“, ist Wensing von der schnellen Entwicklung selbst überrascht. Schlotterten ihr zunächst vor den Begegnungen noch vor Aufregung die Knie, hat sich die Nervosität aber mittlerweile gelegt.

Geändert hat sich aber einiges im Alltag der Schülerin. Von ihrem Wohnort Kleve müssen ihre Eltern mehrmals die Woche den einstündigen Fahrdienst nach Duisburg übernehmen. Allzu lange möchte die U17-Nationalspielerin den Service aber nicht mehr in Anspruch nehmen. Demnächst startet sie mit den ersten Fahrstunden. Auch Zwillingsbruder Frederic ist mächtig stolz auf die Schwester, „obwohl es für ihn nicht leicht ist. Er wird oft auf mich angesprochen“, erklärt Wensing. Ihrem Twin hat sie ihre Karriere aber erst zu verdanken, denn er nahm sie mit zum Training des Heimatvereins Rheinwacht Erfgen, wo er heute noch spielt.

Eine große Stütze beim FCR 2001 ist ihr nun Linda Bresonik, die zuletzt häufiger mit Annike Krahn die Innenverteidigung bildete. „Sie gibt mir Sicherheit und führt mich“, richtet der Youngster der „Löwinnen“ dankende Worte an Bresonik.

Autor: Desirée Kraczyk

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