Vor dem Topspiel zwischen Tabellenführer 1. FC Kaiserslautern und Verfolger Arminia Bielefeld halten die Pfälzer den Ball in Sachen Aufstieg flach.

K'lautern - Bielefeld

"Das wird eine unglaubliche Stimmung"

sid
30. November 2009, 09:38 Uhr

Vor dem Topspiel zwischen Tabellenführer 1. FC Kaiserslautern und Verfolger Arminia Bielefeld halten die Pfälzer den Ball in Sachen Aufstieg flach.

Ein Sieg fehlt noch, um das derzeit in Reihen des 1. FC Kaiserslautern noch etwas verpönte "A-Wort" endgültig salonfähig zu machen. Sollten die Pfälzer heute Abend das Gipfeltreffen der 2. Bundesliga gegen Arminia Bielefeld (20. 15 Uhr/live im DSF und bei Sky) auf dem Betzenberg für sich entscheiden, dann kann eigentlich nur noch vom Bundesliga-Aufstieg als Saisonziel die Rede sein.

Bis es soweit ist, üben sich Profis wie Verantwortliche des Traditionsklubs ungeachtet einer Ausbeute von 30 Punkten aus 13 Partien in vornehmer Zurückhaltung. "Wir beschäftigen uns nicht mit der Bundesliga", beteuerte Torhüter Tobias Sippel, während auch Vorstandsboss Stefan Kuntz in die gleiche Kerbe schlägt: "Unser Ziel ist es, am 30. Spieltag noch Aufstiegschancen zu haben. Wir haben gar nicht damit gerechnet, dass wir zu diesem Zeitpunkt so viele Punkte auf dem Konto haben."

Über 40.000 Zuschauer werden gegen den derzeit um zwei Punkte zurückliegenden Verfolger Bielefeld zum Flutlichtspiel im Fritz-Walter-Stadion erwartet. "Das wird eine unglaubliche Stimmung geben. Ich glaube, dass es auch das Zusammenspiel zwischen Mannschaft und Fans ist, was uns so stark macht", meinte FCK-Kapitän Martin Amedick, der einst bei Bielefeld spielte. Im günstigsten Fall könnten die Pfälzer drei Spieltage vor dem Ende der Hinrunde bereits zehn Punkte Vorsprung auf den ersten Nicht-Aufstiegsplatz haben.

[imgbox-right]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/015/179-15695_preview.jpeg Martin Amedick (Foto: firo)[/imgbox]
Fest steht, dass für den chronisch klammen Klub die Rückkehr ins Oberhaus nach vier Jahren Abstinenz von existenzieller Bedeutung ist. Kuntz, der derzeit mit der Stadt über eine erneute Reduzierung der Stadionmiete verhandelt, hatte zuletzt erklärt, dass der FCK künftig nur bei einem Aufstieg konkurrenzfähig sein wird. Miete und Unterhalt der Arena verschlingen jährlich rund fünf Millionen Euro.

In Bielefeld indes ist die Atmosphäre ausgerechnet vor der Reise zum Spitzenduell frostig. Nach dem überraschenden 0:1 am vergangenen Wochenende gegen 1860 München - der ersten Niederlage seit drei Monaten - kündigte Trainer Thomas Gerstner Konsequenzen an. "Die Mannschaft wird personell ein anderes Gesicht bekommen. Einige müssen sich deutlich steigern, ihre innere Einstellung überprüfen", mahnte Gerstner.

Auch Torhüter Dennis Eilhoff, der gegen die Löwen das erste Gegentor nach 843 Minuten hatte hinnehmen müssen, appellierte an seine Kollegen: "Es geht jetzt einzig und allein darum, dass wir als Team schleunigst wieder zurück in die Spur finden."

FCK-Trainer Marco Kurz lässt sich davon nicht beeindrucken und schiebt der Arminia die Favoritenrolle zu. "Für mich ist Bielefeld der Topfavorit für den Aufstieg. Das ist eine auch in der Breite sehr gute Mannschaft", sagte Kurz und fügte schmunzelnd an: "Außerdem hat mein Bielefelder Kollege ja den Anspruch, als Tabellenerster aufzusteigen."

Autor: sid

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