MSV: Alexander Bugera schiebt kräftig Frust

tt
10. März 2006, 10:39 Uhr

Alexander Bugera fühlte sich gut, war fit, stand aber trotz des personellen Engpasses, der den MSV in Nürnberg drückte, nicht im Kader. Stattdessen sollte er seinen Dienst in der Oberliga-Truppe verrichten, lehnte aber ab.

Alexander Bugera fühlte sich gut, war fit, stand aber trotz des personellen Engpasses, der den MSV in Nürnberg drückte, nicht im Kader. Stattdessen sollte er seinen Dienst in der Oberliga-Truppe verrichten, lehnte aber ab. In Fan-Kreisen wurde das Thema schon heiß diskutiert, der Begriff "Arbeits-Verweigerung" fiel unter anderem. Andere Anhänger sprachen sich für "Bugi" aus, zeigten Verständnis.
Der Spieler selbst macht aus seinem Frust keinen Hehl: "Die Frage, mit der man sich beschäftigen sollte, muss nicht heißen: Warum spielt Bugera nicht in der Reserve, sondern warum ist er in der Bundesliga-Mannschaft nicht dabei? Ich sehe es ehrlich gesagt nicht ein, dass ich mir zweieinhalb Jahre den Arsch aufreiße, um unbedingt in der Bundesliga dabei zu sein. Und dann wird mit mir so umgegangen." Der 28-Jährige schiebt nach: "Wenn ich nach einer Verletzungs-Pause zum Ranarbeiten in der Amateur-Truppe spielen soll, dann ist das absolut in Ordnung. Aber bei mir lag keine Verletzung vor, ich habe das Recht, auch im Kader der Lizenz-Mannschaft zu sein."

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In diesen Genuss kam der gebürtige Amberger bisher ein Mal unter Coach Jürgen Kohler - "Bugi" spielte beim 1:1 gegen Borussia Mönchengladbach. "Drei Mal stand ich danach gar nicht mehr im Kader. Jürgen Kohler hat mir ein Mal gesagt, dass ich schlecht trainiert hätte, das musste ich akzeptieren, schließlich hat er das Recht, das Aufgebot nach seinen Eindrücken zusammenzustellen. Aber ich lasse mich hier nicht hängen, sondern gebe immer alles." Der Linksfuß ergänzt: "Laut Rangliste war ich zur Winterpause einer der besten Außenspieler in der Bundesliga. Da kann ich es ehrlich gesagt nicht nachvollziehen, gar nicht mehr berücksichtigt zu werden." Der ehemalige Bayern-Akteur kündigt an: "Ich gebe hier sicher nicht auf, sondern mache weiter und versuche mich anzubieten. Ich habe hier allerdings nicht verlängert, um in den Amateuren zu spielen. Ich bin ein Typ, der mit Herz und Seele am MSV hängt, der hier etwas mit aufgebaut hat. Wenn man dann die Spiele vom Fernseher aus sehen muss, dann tut das schon weh." Bugera bringt einen Vergleich: "Das ist in etwa so, als wenn ein Arbeiter erst befördert und dann plötzlich zurückgestuft wird."

Autor: tt

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