MSV-Motor Lottner drückt auf das Gaspedal:

MSV: Lottners Fingerspitzengefühl

tt
03. März 2006, 11:00 Uhr

MSV-Motor Lottner drückt auf das Gaspedal: "Wir haben keine Zeit."

Dirk Lottner, wie bewerten Sie die aktuelle Tabellen-Situation?
Durch unseren Sieg über Hertha BSC Berlin haben wir Tuchfühlung hergestellt und die Situation geschaffen, durch einen Sieg in Nürnberg auf einen Nicht-Abstiegsplatz gelangen zu können. Das ist absolut positiv.
Bei Ihrem Ex-Verein sieht es anders aus...
Der 1. FC Köln ist geschockt. Mir kommt die Situation, die dort jetzt herrscht, bekannt vor. Die Fans stehen am Stadion-Tor, machen ihrem Unmut Luft. In dieser Situation die Nerven zu behalten, ist nicht einfach.
Wie sieht es mit Ihrer Rückkehr-Option aus? Beim FC wartet ein Posten auf Sie, nur der Zeitpunkt ist offen.
Ich habe Richtung Sommer noch nichts gehört, aber man muss in der Situation auch Fingerspitzen-Gefühl beweisen, der FC hat im Moment ganz andere Sorgen, ich stecke mit Duisburg auch im Abstiegs-Kampf. Sicher muss ich wissen, wie es im Juni weitergeht, wenn mein Vertrag hier ausläuft, aber das ganz große Kribbeln verspüre ich noch nicht.
Dafür Vertrauen von Trainer Jürgen Kohler, der früh erklärt hat, dass er auf Sie baut.
Wenn ich meine Stärken einbringe, stehe ich beim Trainer hoch im Kurs. In der Rückrunde habe ich keine Verletzungs-Probleme, bin richtig fit, nehme die Zweikämpfe an und versuche, Akzente zu setzen. Ich habe eine Riesen-Freude, hier in Duisburg zu arbeiten und zu spielen. Es macht richtig Spaß.
Sie sind gegen Hertha als regelrechter Pusher aufgetreten, haben die Kollegen angestachelt, gönnten sich und dem Team keine Pause. Warum?
Wir müssen aktiv sein und sind nicht in einer Situation, in der wir abwarten können. Wir haben nicht mehr 20 Spiele vor der Brust. Es geht darum, zu powern!

Autor: tt

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