Der 1. FC Bocholt trauert seit dem vergangenen Wochenende um einen Spieler aus seiner Dritten Mannschaft. Nun möchte der Niederrhein-Oberligist der Familie des Verstorbenen helfen und sammelt Spenden. 

Kreisliga C

1. FC Bocholt sammelt Spenden für verstorbenen Spieler

12. Februar 2020, 14:52 Uhr

Foto: Frank Oppitz

Der 1. FC Bocholt trauert seit dem vergangenen Wochenende um einen Spieler aus seiner Dritten Mannschaft. Nun möchte der Niederrhein-Oberligist der Familie des Verstorbenen helfen und sammelt Spenden. 

Nachdem Nader A., ein Spieler aus der Dritten Mannschaft des Oberligisten 1. FC Bocholt, am Wochenende den Folgen eines Messerangriffs erlag, hat der Verein eine Spendenaktion ins Leben gerufen. Seine Familie lebt im Iran und würde ihren Sohn gerne dort beerdigen. Mithilfe der Spendengelder sollen die Kosten für die Überführung des Leichnams gedeckt werden. 


"Nun stehen seine Freunde und seine Familie aber vor einem Problem: Naders Eltern, die ihren Sohn zuletzt vor fünf Jahren gesehen haben, möchten ihn im Kreise seiner Familie im Iran beerdigen. Dies ist allerdings teuer und die Familie kann die Summe alleine nicht aufbringen. Mit dieser Spendenaktion wollen wir der Familie helfen, damit sie sich von Nader verabschieden kann und er in Frieden ruhen kann", schreibt der Verein in einer zugehörigen Meldung. 

Mittlerweile wurde das Spendenziel, das ursprünglich bei 7.500 Euro lag, erreicht. "Wir werden nun alle Zahlungen auswerten, schnellstmöglich die genaue Spendensumme mitteilen und das Geld der Familie und Freunden übergeben! Vielen, vielen Dank an alle, die gespendet haben", heißt es auf der entsprechenden Homepage

Der junge Mann kam vor fünf Jahren als Flüchtling nach Deutschland. Laut Vereinsangaben galt er als gut integriert und war als Pflegehilfskraft tätig. Die Polizei Bocholt geht nach ersten Erkenntnissen von einer Beziehungstat aus. "Nach den bisher durchgeführten Ermittlungen, hatte der 21-jährige Bocholter eine Beziehung zu der von dem 33-Jährigen getrennt lebenden Frau", hatte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt erklärt. 

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