23.09.2018

Duisburg

1:2 gegen Aue! Gruev zittert um seinen Job

Foto: Firo

Die Bilanz ist ernüchternd für den MSV Duisburg: sechs Spiele, ein Punkt, 3:11 Tore – die Mannschaft von Trainer Ilia Gruev bleibt nach der 1:2 (1:0)-Niederlage gegen den FC Erzgebirge Aue Tabellenletzter der 2. Fußball-Bundesliga. 

Vor einer wichtigen neuen Woche, in der Partien beim 1. FC Magdeburg (Mittwoch, 18.30 Uhr) und gegen Jahn Regensburg (Samstag, 13 Uhr) anstehen, hat sich die MSV-Krise weiter verschärft. Für Gruev wird es immer enger.


Nach dem 2:2 bei Union Berlin hatte Gruev seine Startelf umbauen müssen. Für den verletzten Moritz Stoppelkamp, der mit einem Muskelfaserriss drei bis vier Wochen ausfällt, rückte Ahmet Engin auf der linken Außenbahn in die Anfangsformation. Rechts spielte Cauly Oliveira Souza, der im Stadion an der Alten Försterei in Köpenick den ersten Saisontreffer für die Meidericher erzielt hatte. Die Optionen im MSV-Angriff haben sich erheblich reduziert: John Verhoek laboriert seit drei Wochen an einer Schulterverletzung, gegen Aue musste nun auch Richard Sukuta-Pasu wegen einer Magen-Darm-Grippe passen. Stanislav Iljutcenko und Borys Tashchy bildeten den MSV-Sturm.

„Wichtig ist, dass wir als Mannschaft weiter zusammenstehen“, hatte Duisburgs Mittelfeldspieler Fabian Schnellhardt vor dem Spiel gegen Aue betont. Die Partie bei Union habe dem Team „Selbstvertrauen für die Woche gegeben“. Der MSV begann druckvoll, störte früh, zeigte sich bemüht, Bälle in der gegnerischen Hälfte zu erobern. Den Gästen aus Sachsen unterliefen in der Anfangsphase Abspielfehler. In der vierten Minute spielte Steve Breitkreuz einen Querpass im eigenen Strafraum vor die Füße von Iljutcenko, dessen scharfe Hereingabe vor das Tor dann aber geklärt wurde. 

Duisburg agiert zu umständlich

Dass der MSV-Defensive in dieser Saison die Stabilität noch fehlt, zeigte sich auf der Gegenseite in der neunten Minute, als Aue mit zwei klugen Pässen durch die Mitte Clemens Fandrich freispielte. Duisburgs Lukas Fröde griff nicht ein, Fandrichs gefährlicher Flachschuss wurde zur Ecke geklärt. 

Die kampfbetonte Partie bot beiden Mannschaften nun größere Räume, die vor allem der MSV zu nutzen versuchte. Zweimal war es dann Tashchy, der Chancen nicht verwerten konnte: Erst setzte er den Ball nach einer Vorlage von Souza freistehend vor Torhüter Martin Männel über das Tor (17.), dann scheiterte der MSV-Stürmer aus kurzer Distanz mit einem Nachschussversuch am Schlussmann der Gäste (18.). Der MSV agierte bei weiteren Offensivszenen zunächst oftmals zu umständlich. Pässen in die Spitze fehlte zudem die Präzision. Aue blieb in der Rückwärtsbewegung genug Zeit, die Abwehr noch rechtzeitig zu sortieren, um die Duisburger Angriffe zu unterbinden.

Eine erneute Chance zur Führung hatte Souza, der erneut eine überzeugende Leistung bot, aber aus rund zehn Metern nur die Latte (40.). Als Breitkreuz eine Minute später Iljutcenko erst festhielt und dann am Fuß traf, zeigte Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck schließlich auf den Elfmeterpunkt: Kevin Wolze verwandelte den Strafstoß vor 13.119 Zuschauern mit einem Schuss ins rechte Eck (42.). Großer Jubel beim MSV über den ersten Heimtreffer in dieser Saison vor der Pause.

Strittige Entscheidung führt zum 1:1

Zu Beginn der zweiten Hälfte mussten die Duisburger allerdings schon wieder einen Dämpfer hinnehmen: Nach einem Eckball verlor Duisburgs Andreas Wiegel bei einem Zweikampf mit Nicolai Rapp das Gleichgewicht, drehte sich um die eigene Achse und berührte dabei den Ball mit dem Arm. Jöllenbeck zeigte erneut auf den Elfmeterpunkt – eine strittige Entscheidung. Pascal Testroet lief an – und markierte den Ausgleich (49.).
 
Den Gastgebern gelang in der Folge nicht mehr viel. Vor allem Angriffe über die linke Seite fielen meistens zu harmlos aus. Aue lauerte derweil auf Konterchancen. Das 2:1 für den FC Erzgebirge erzielte Mario Kvesic mit einem satten Rechtsschuss aus 17 Metern (84.). Sieben Spiele in Serie hatte Duisburg gegen Aue nicht verloren, dabei sechs Siege eingefahren. In der achten Partie gingen die Duisburger als Verlierer vom Platz.

Autor: Nils Balke

Kommentieren

24.09.2018 - 18:23 - HuppJeynckes

Hätte mal im Pokalfinale 2011 lieber der FC Bayern München gegen uns gespielt und nicht SO4, dann wären wir durch die zusätzlichen Gelder niemals in den Zwangsabsteig gerutscht und Gruev wäre niemals Trainer bei uns geworden!1!!!11!11 Leider befürchte ich, dass wir dennoch das Gesabbel von Alt Zebra Jürgen S. ertragen müssten.

23.09.2018 - 22:42 - lapofgods

Also ich habe die primitiven, von Unkenntnis (und Sprachvergewaltigung) strotzenden Kommentare von Jürgen Skalicky nicht vermisst.

23.09.2018 - 21:33 - PushingItTooHard

Unfassbar, dass er bleiben darf! Mit dieser Entscheidung steht der Abstieg nun völlig ausser Frage. Sieht denn niemand, dass der Coach das Team seit Monaten schon nicht mehr weiterentwickeln kann? Nur "Gut, Männer - okay, Männer - weiter so, Männer" im Training - das reicht nicht! Es ist jetzt schon eine 2017/18er Kaiserslautern und 1.FC Köln Saison für den MSV. Sorry, aber das wars - der ganze Verein versagt.

23.09.2018 - 21:04 - Alt Zebra

Lapofgos endich bist du wieder da , habe dein Dummes Gelaber und deine Beleidigungen schon vermisst .Naja wenn mann wie du schon keinen Schimmer von Fussball hat ,bleibt einem ja nichts anderes übrig.

23.09.2018 - 18:49 - meisizebra

Na ja - dann lag es heute sicher auch am Verletzungspech ... Magen-Darm ist ja hoffentlich am Mittwoch wieder weg.

23.09.2018 - 17:56 - lapofgods

@meisizebra: Zu Sukuta-Pasu steht's acu oben im Text. Jürgen Skalickys Gestammel ist noch unansehnlicher als unser Offensivspiel heute.

23.09.2018 - 17:25 - Alt Zebra

Wenn Kosta Duisburg da unten raus holt und wieder schöner Fussball zu sehen ist dann ist doch egal ob er irgentwo Erfolg hatte oder nicht.Alles ist besser wie Gruev der hat übehaupt keinen Plan (Außer sein schöngelaber).Wie soll sich etwas verändern wenn Woche für Woche die gleichen Luschen Spielen die Letzte Saison die meißten gegentor kaßiert haben.Junge Spieler bekommen keine Chance wie bei Löw.

23.09.2018 - 17:07 - meisizebra

Ich weiß nicht – in einer englischen Woche bringt ein Trainerwechsel sicher gar nichts, und auch sonst lässt sich mit dieser Methode eher Aufsehen erregen, als Erfolg erzielen … Und der hochgelobte Coach Kosta hatte beislang auch nur beim MSV Erfolg. Andererseits scheint unser Trainer schon etwas ratlos und wir haben nun gegen eine ganze Reihe Mannschaften verloren, die wir in der letzen Saison geschlagen haben - in den entsprechenden Spielen haben wir seinerzeit 11 Punkte geholt. Mitunter wundern mich auch die Personalentscheidungen – immerhin war Albutat heute wenigstens mal auf der Bank, dafür fehlte Sukuta-Pasu … ?!? War der verletzt?

23.09.2018 - 16:10 - Alt Zebra

Hätte der Vorstand mal vor der Länderspiel Pause reagiert,jetzt hat der Neue Trainer keine Zeit etwas zu ändern.Wenn jetzt weiter an Gruev festgehalten wird sehen wir uns in der 3 Liga wieder.Mann sollte Runjaitc holen ,wenn es stimmt das er eine Ausstiegsklausel hat.Für mich das die einzige Lösung die Sinn macht und wir endlich wieder Atraktiven Fussball sehen .Herr Gruev hat nichts verstanden die gleiche schlechte Abwehr wie letzte Jahr kein neuer Spieler bekommt eine Chance Löw lässt grüßen.Herr Gruev gehen sie freiwillig wenn ihne etwas am MSV liegt ,ihre Schönrederei nervt nur noch.

23.09.2018 - 16:05 - bossprada

Der Trainer muss gehen , da ihn das Glück verlassen hat , welcher Glücksritter danach kommt ist egal .

23.09.2018 - 15:51 - lapofgods

Hasenhüttl beim MSV? Wovon träumen hier manche nachts? Wahrscheinlich davon, dass Heidi Klum scharf auf sie ist. Steile und völlig unbegründete These zum Thema HSV und Köln zu der es nebenbei bemerkt auch x Gegenbeispiele gibt.

23.09.2018 - 15:43 - Webcam

Tut mir leid für Gruev, aber es MUSS ein Neustart her. Und das heißt, der Trainer MUSS gehen. Letzte Saison wären Köln und der HSV nicht abgestiegen, wenn sie nicht zu lange am Trainer festgehalten hätten. Also jetzt so schnell es geht die Reißleine ziehen!!! Hasenhüttl ist gerade ohne Job ...

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