Corona-Anstieg

Stadt Essen beschließt neue Maßnahmen für Sportbetrieb

24. Oktober 2020, 11:00 Uhr
Symbolbild. Foto: Markus Weißenfels

Symbolbild. Foto: Markus Weißenfels

Aufgrund der steigenden Corona-Zahlen hat die Stadt Essen neue Maßnahmen mit Blick auf den Sportbetrieb beschlossen.

Der Anstieg der Corona-Infektionszahlen wirkt sich nun auch konkret auf den Sportbetrieb in der Stadt Essen aus.

Wie die Stadtverwaltung und der Essener Sportbund (ESPO) am Freitag beschlossen haben, ist ab kommenden Montag (26. Oktober) die Nutzung der Dusch- und Umkleideräume auf allen städtischen Sportanlagen außerhalb des Schulsports untersagt - die Kabinen werden also gesperrt.

Zudem gilt die in der Gastronomie bereits angewendete Sperrstunde und das Verkaufsverbot von Alkohol ab 23 Uhr ab Montag auch für Vereinsheime. Darüber hinaus appellierte die Stadt, dass Sporttreibende keine kontaktintensiven Übungen ausführen sollen. Auch die Bedeutung der Durchlüftung in geschlossenen Sportstädten wurde noch einmal betont. 

Aktives Sportleben soll nach Möglichkeit weitergehen

„Die vergangenen Wochen haben gezeigt, dass Ansteckungen mit dem Coronavirus vorwiegend im privaten Umfeld stattfinden. Gerade im sportlichen Bereich, wo viele Personen aufeinander treffen, können alle Bürger*innen durch das richtige persönliche Verhalten zur Reduktion der Fallzahlen beitragen“, heißt es in einer Mitteilung der Stadt. „Die aktuell gültigen Regelungen werden dabei gut umgesetzt, sodass beim Sporttreiben selbst kein größeres Infektionsgeschehen stattfindet.“

Andere Städte trafen bereits weitaus drastischere Maßnahmen. Unter anderem wurde in Duisburg Kontaktsport gänzlich untersagt. In Bochum werden sämtliche städtische Sportstätten ab Montag bis auf weiteres geschlossen.

Eine solches Szenario scheint die Stadt Essen vermeiden zu wollen. Man hoffe, „dass die nun getroffenen Regelungen dazu beitragen, das Infektionsgeschehen insgesamt zu reduzieren, damit wir das aktive Sportleben in Vereinen so weiterhin aufrechterhalten können", erklärte Simone Raskob, Dezernentin für Umwelt, Verkehr und Sport.

Kommentieren

24.10.2020 - 14:40 - thokau

Politiker verschiedenster Richtungen sind immer getrieben von der Vorstellung, irgend etwas zu tun, wenn es Ereignisse gibt.
Dabei ist völlig egal, wie sinnvoll ihre Aktionen sind, Hauptsach, sie haben etwas gemacht!
Das wird dann natürlich noch als alternativlos dargestellt, denn Selbstzweifel sind Politikern so fremd wie den Fischen ein Marathonlauf!
Was sie machen, ist immer richtig, selbst wenn zwei von ihnen in der gleichen Situation genau das Gegensätzliche tun!

24.10.2020 - 14:15 - fdm1980

Klage einreichen gegen das Alkoholverbot und Sportverbot und abwarten wie die Richter entscheiden.

24.10.2020 - 13:46 - RWEHajo

Ja ne is klar. Der Killervirus.

24.10.2020 - 12:20 - Lackschuh

War mehr als erwartbar.... man hat das Große aus dem Auge verloren bzw. man erreicht die Adressaten nicht mehr und jetzt kommt halt ne Art Aktionismus raus... keine Kritik, sondern einfach ne Feststellung oder Sicht meinerseits! Jede Maßnahme bringt natürlich ein ganz klein wenig, aber das nutzt natürlich nix, wenn die richtigen "Probleme" weiter laufen und das tun sie und sie waren auch nie weg...Nachbarländer anscheinend ähnlich! Die OB von Köln sprach gestern von 5 vor Zwölf und das sehe ich als Optimistisch an! Die Saison in den Amateurligen kann doch gar nicht durchlaufen... für mich nicht vorstellbar!