Der frühere Schalke-Kapitän Benedikt Höwedes hat jüngst Erfahrungen als Trainer-Praktikant bei der deutschen U21 gesammelt. Nun verrät er, was ihn besonders beeindruckt hat.

DFB

Ex-Schalke-Kapitän Höwedes als Assistenztrainer: "Das war schon extrem"

Björn Goldmann
17. Oktober 2020, 09:09 Uhr
War zuletzt Trainer-Praktikant bei der U21-Auswahl des DFB: Der frühere Schalke-Kapitän Benedikt Höwedes. Foto: dpa

War zuletzt Trainer-Praktikant bei der U21-Auswahl des DFB: Der frühere Schalke-Kapitän Benedikt Höwedes. Foto: dpa

Der frühere Schalke-Kapitän Benedikt Höwedes hat jüngst Erfahrungen als Trainer-Praktikant bei der deutschen U21 gesammelt. Nun verrät er, was ihn besonders beeindruckt hat.

Er wurde U21-Europameister im Jahr 2009, und nun sammelte Benedikt Höwedes in der vergangenen Woche Erfahrungen als Trainer-Praktikant im Nachwuchs-Bereich des DFB. Der einstige Kapitän des FC Schalke 04 begleitete jüngst die deutsche U21, die durch zwei Siege (5:0 in Moldawien und 1:0 gegen Bosnien-Herzegowina) die Tabellenführung in ihrer Qualifikationsgruppe für die Europameisterschaft 2021 übernahm. „Wir wollen unsere Ex-Spieler vermehrt in die Ausbildung und die Abläufe beim DFB integrieren, weil alle davon profitieren“, begründete der Sportliche Leiter Nationalmannschaften, Joti Chatzialexiou, die Aktion.

„Es hat sich sehr viel getan, seitdem wir mit den U-Teams für Deutschland gespielt haben. Und zwar im positiven Sinne“, resümierte der ehemalige Schalker Höwedes nun nach den Tagen mit Cheftrainer Stefan Kuntz auf dfb.de. „Ich war überrascht, wie viel Arbeit hinter dem Trainerjob steckt. Vieles bekommt man ja während der aktiven Laufbahn mit und hofft immer, dass die Trainer sich und die Mannschaft optimal vorbereiten. Aber was alles zwischen den Trainern abgestimmt, vorbereitet und auch nachher analysiert wird, ist schon enorm.“

Corona bereitete große Schwierigkeiten

Dabei ist Höwedes keiner, der noch leicht zu beeindrucken ist. Der 32-Jährige kann aus einem breiten Reservoir schöpfen. Er absolvierte 240 Bundesligaspiele für Schalke und bestritt 44 A-Länderspiele – mit Deutschland wurde er 2014 Weltmeister und stand dabei in allen Spielen von der ersten bis zur letzten Minute auf dem Platz. Höwedes spielte bis 2017 für Schalke, ehe er die Königsblauen verließ, nachdem ihm der damalige Trainer Domenico Tedesco das Kapitänsamt entzogen hatte. Nach einem Jahr bei Juventus Turin spielte er noch zwei Jahre bei Lok Moskau und beendete in diesem Sommer seine Karriere.

Durch den positiven Coronafall eines U21-Spielers ergab sich während Höwedes‘ Praktikum zudem eine besondere Situation: „Das war schon extrem. Für eine gewisse Zeit wussten wir nicht, ob wir nach Moldau fliegen können und ob unser Spiel stattfindet. Es wurde dann einen Tag darauf sofort ein weiterer Test angesetzt. Wenn es dort weitere positive Fälle gegeben hätte, wäre es wirklich kompliziert geworden, und wir hätten mit einem anderen Team anreisen müssen. Ich fand es beeindruckend, wie das gesamte Team trotzdem ruhig und besonnen weitergearbeitet hat.“

Höwedes über Verteidiger: Körpersprache ist extrem wichtig

Höwedes gab seine Erfahrungen als Abwehrspieler an die neue Generation weiter. Schon während seiner aktiven Karriere war er stets ein Ansprechpartner für die jüngeren Spieler. Er selbst schaffte 2007 aus der Knappenschmiede den Sprung in die Bundesliga. „Abgesehen von Technik, Taktik und Spielverständnis, in denen die U21-Spieler als Profis der ersten beiden Ligen natürlich schon auf einem anderen Level sind, ist mir persönlich eine gewisse Körpersprache bei den Verteidigern extrem wichtig. Mir war das in meinen Teams als Spieler immer sehr wichtig“, berichtet Höwedes. „Man muss als Innenverteidiger Präsenz und Selbstvertrauen ausstrahlen - nach dem Motto: Heute kommst du an mir nicht vorbei! Und sich gegenseitig dahingehend pushen. Da habe ich durch Einzel-, Gruppengespräche und Trainingshinweise vermehrt angesetzt.“

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Mannschaften

Kommentieren

17.10.2020 - 15:10 - vomFlankengott

@ hoelwil

Das sehe ich genauso!

Wüssten die Spieler, dass "die absolute Schnelligkeit in Kopf und Beinen heute entscheidet", dann würden die DFB U-Mannschaften auch viel besser abschneiden.

Das ist Kopfsache und muss von den Trainern in den Kopf der Spieler transportiert werden.
Wenn's dann dort im Kopf angekommen ist, muss im Spiel die Umschaltung in die Beinsache mit absoluter Schnelligkeit ablaufen.

Höwedes hat null Ahnung.

GLÜCKAUF

Beitrag wurde gemeldet

17.10.2020 - 12:35 - TSG 1899

Antonio Rüdiger hat Alles, was Höwedes hier beschreibt nur die Gegner nehmen das leider nicht zur Kenntnis. ;-)

Dieser Beitrag wurde von der Redaktion überprüft und nicht als Verstoß eingestuft.

Beitrag wurde gemeldet

17.10.2020 - 12:00 - hoelwil

Völliger Unsinn was Höwedes da von sich gibt. Die absolute Schnelligkeit in Kopf und Beinen ist heute entscheident nicht die " Ausstrahlung".Die kann nämlich nicht laufen. Aber natürlich fördert der DFB solchen Irrsinn. Seit Chatzioglu Chef ist, läuft alles schief und einige Mannschaften ,wie die U19, wissen schon gar nicht mehr wie es ist sich für eine Endrunde zu qualifizieren. Man schied jedes Jahr gegen den"Riesen" Norwegen aus.

Dieser Beitrag wurde von der Redaktion überprüft und nicht als Verstoß eingestuft.