Bei Borussia Dortmunds 0:4-Niederlage gegen den FC Bayern wurde Jadon Sancho bereits nach 36 Minuten ausgewechselt. Lucien Favre eklärte nach Abpfiff, warum.  

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BVB-Coach Favre über frühen Sancho-Wechsel - "Er war nicht verletzt"

10. November 2019, 08:36 Uhr

Foto: firo

Bei Borussia Dortmunds 0:4-Niederlage gegen den FC Bayern wurde Jadon Sancho bereits nach 36 Minuten ausgewechselt. Lucien Favre eklärte nach Abpfiff, warum.  

Nach der deutlichen Auswärtspleite bei Bayern München war die Ernüchterung im BVB-Lager groß. "Bayern war viel besser als wir", erklärte Lucien Favre nach Abpfiff am Sky-Mikrofon. "Tempo, Ballannahme, Technik, Pässe, Bewegung: Wir waren nicht gut, es war eine große Enttäuschung." 

Seinen ersten Wechsel nahm der Coach bereits ungewöhnlich früh vor. Nach 36 Minuten musste Jadon Sancho vom Feld. Für ihn kam Raphael Guerreiro in die Partie. Zuvor hatte sich der talentierte 19-Jährige einige Ballverluste geleistet, auf diese Weise auch das 0:1 mitverschuldet und in der Rückwärtsbewegung halbherzig gewirkt. 


Allerdings hatte sich Sancho noch am Dienstag beim 3:2-Sieg in der Champions League den Oberschenkel gezerrt. Doch seine Auswechslung erfolgte nicht aus gesundheitlichen Gründen, wie Favre in der Mixed Zone bestätigte. Zwar habe Sancho aufgrund seiner Verletzung "wenig trainieren" können. "Aber heute war es einfach nicht gut genug. Er war nicht verletzt."

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Wobei die Herausnahme des Engländers wenig an der Leistung der Dortmunder Mannschaft änderte. "Das war überhaupt kein Fußball, um ehrlich zu sein", ärgerte sich Manager Michael Zorc bei Sky. "Bayern war in allen Belangen überlegen und hat auch in der Höhe verdient gewonnen. Wir haben alles vermissen lassen." 


Er sprach von einer "Nicht-Leistung". Diese begründete Zorc mit spielerischen Defiziten. "Man kann nicht sagen, dass wir nicht in den Zweikämpfen da waren." Stattdessen habe man es den Bayern "einfach gemacht, wir haben Bälle hergeschenkt, die man auf diesem Niveau nicht verlieren darf." 

Und das nur wenige Tage nach der spektakulären Aufholjagd gegen Mailand, wo die Borussen ein 0:2-Pausenrückstand noch in ein 3:2 ummünzten. "Unglaublich, es war sehr schwach von uns", haderte Favre. "Ich habe schon länger gesagt, dass wir noch viel zu tun haben." 

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11.11.2019 - 14:16 - lappes

@Kuk

Nochmal,...man kann auch hoch verteidigen und pressen MIT Absicherung nach hinten !!!
Es ist die Aufgabe des Trainers die Mannschaft darauf einzustellen.Favre ist ein Angsthase der seine Idee stur durchzieht.Dabei kommt nichts halbes,aber auch nichts ganzes heraus !!!

Die Mannschaft hat aber noch ein ganz anderes Problem.
Dieses Problem heißt " Arbeitseinstellung "..also die Einstellung zum Spiel und zum Beruf.Die Einstellung ist einfach miserabel und eines Bundesligisten,zum Teil,nicht würdig !!!

Die Spieler sollten sich schämen !!!

10.11.2019 - 11:59 - Heinz62

Inzwischen ist die Mannschaft so schlecht wie der Trainer. Der Platz reicht hier leider nicht aus, um zu beschreiben wie grottenschlecht Mannschaft, Trainer und die Führungsriege ist. Ich hoffe nur, dass jetzt nicht ein Sancho als Sündenbock ausgemacht wird. Klar war super schlecht, aber bei ihm noch eher ein Ausrutscher als die Regel. Die letzten 30 min habe ich aus Spaß nur Reus beobachtet. Reus hat nich mal mehr 2 Liga Niveau. Unglaublich! Ein Mannschaft um Reus herum aufbauen? Zum schießen. Kann man bitte auch Sammer und Kehl von der Gehaltsliste streichen? Die stiften Null Mehrwert. Und wie kann man um Himmels willen nur einen Schulz kaufen? Ein totaler nichtfussballer. Hoffenheim lacht jetzt noch. Zorc bitte kündigen. Macht alles keinen Spaß mehr.

10.11.2019 - 10:41 - Kuk

Wenn die halbe Bundesliga elf Nationalspieler in die Startelf aufstellen würde, könnte trotztdem nur eine Mannschaft Meiste werden.
In München haben sie die größte Anzahl an Länderspielen versammelt.
Das 0:1 fiel -wieder einmal- nach einem Fehlpass im Spielaufbau. Eher zu riskant als zu ängstlich.
Danach lief das Spiel nur in eine Richtung.

Hat sich irgend jemand von Bayerns 1:5 gegen Frankfurt blenden lassen ?
Bayern in der Krise, weil 80 Minuten Unterzahl gegen Frnkfurt oder wegen Trainerwechsel als gute Voraussetzung für den BVB ?
Das sind doch nur Aufnacher für die Medien ...
Natürlich haben die Bayern einen erstklassigen TRainer und beginnen mit elf Spielern.

Welche Spielidee hatte denn der BVB ? In welchem Bereich wollten sie stärker sein als der Serien- und Rekordmeister ?
Kämpferisch ?
Bei Standards ?
Spielerisch ?
Pressing ?
Ich kann in keinem dieser Bereiche wirkliche Vorteile für den BVB erkennen.

Pressing ?
Das Pressing hätte schon in der ersten Minute zum 0:1-Rückstand führen können. Bürki war schneller als Lewandowski, der alleine auf ihn zurannte.
Beim 2:0 stand der BVB auch hoch. Darauf haben Müller & Co. nur gewartet.

Wenn ich in diesen Bereichen vorausschaubar keine Vorteile entwicklen kann, sollte ich vielleicht einen anderen Matchplan verfolgen:

Kontern aus einer sicheren Defensive oder ein Schlußspurt nach dem sich die Bayern an einer starken Abwehr die Zähne ausgebissen haben ?
Vielleicht !?

Im CampNou wird der BVB sicher nicht den FV Barcelona an die Wand spielen.
Um in der CL zu überwintern sollte das Spiel nicht so leichtsinnig "hergeschenkt" werden.

In Mailand hatte der BVB kurz vor Ende noch die Chance zum Ausgleich.

Für mich ist die Dreierkette weiter eine Option (3-5-2 / 5-3-2)
Bei Bedarf könnte das System mit Weigl auch ohne personellen Wechsel während des laufenden Spiels geändert werden.

10.11.2019 - 09:31 - Polux

Favre kann mit 11 Nationalspielern auflaufen und trotzdem macht er kein Meister,Angsthasen-Fußball auf höchstem Niveau lässt er spielen.Der BVB braucht einen Trainer der die Ärmel hochkrempelt und keinen der im Dunkeln Angst hat und der Kackstift 20cm hinten herausschaut..Gegenpressing heißt heute die Devise wenn ich erfolgreich Fußball spielen will außerdem sind bei der Kaderzusammenstellung mit einem Überangebot an Mittelfeldspielern und nur einer offiziellen Sturmspitze gehörige Fehler gemacht worden.Der BVB braucht noch einen groß gewachsenen Stürmer der auch mal einen Kopfball erreicht im Strafraum und zum anderen einen Ball mit den Füßen festmacht unter Druck.

10.11.2019 - 08:23 - Julius.Oppermann

Favre wäre ein guter Trainer für Lausanne oder Genf, nicht jedoch in einer Profiliga.
Aus England oder Spanien dürfte er noch nie ein Angebot erhalten haben. Die Deutschen sind auch in dieser Beziehung wieder einmal der "August der Welt", über den man in der Welt lacht.

10.11.2019 - 07:31 - Lackschuh

Schacht 7
Durchaus auch Gesichtspunkte, aber es gibt halt viele Meinungen - ist aber OK mit den Meinungen!

10.11.2019 - 06:47 - Schacht 7

Letzte Saison wurde Favre gefeiert und jetzt soll er der Schuldige sein?

Da machen sich das einige zu einfach, es liegt vor allem an der Einkauf Politik, der Löw hat das richtig analysiert,da sind zu wenig Spieler die den Weg in die Tiefe zurück machen.
Schönwetter Fussballer nannte man sie früher.
Die Mischung stimmt einfach nicht und dafür ist der Manager mit verantwortlich.

Andere Vereine haben auch aufgeholt und das tut jetzt der gesamten Bundesliga Liga gut.

Die Ära Klopp war sehr erfolgreich, endete aber 2014/15 nach einer miserablen Hinrunde , man überwinterte erstmals auf einem Abstiegsplatz und er hat danach die Konsequenz gezogen mit seinem Rücktritt zu Saison Ende.
Dem Erfolg jetzt hinterher zu trauern macht keinen Sinn.

Auch beim BVB sollte man mal kleinere Brötchen backen und nicht immer so ein Anspruchsdenken haben wir spielen jedes Jahr um die Meisterschaft.

10.11.2019 - 05:31 - dr.evel

die trainer oder trainer des BVB sollte ganz schnell überlegen was unser bvb macht .

ich bin mal für Sammer und co.,,,,

10.11.2019 - 03:38 - Lackschuh

Der BVB hat aus der letzten Saison nichts gelernt und diese Art und Weise der Niederlage ist kein Zufall, sondern Fehlern geschuldet! Ich bin auch davon überzeugt, dass die Herren der Verantwortung außerhalb der Grünfläche alles durchaus sehen, aber bei den notwendigen Handlungen stocken. Wer einmal Jürgen Klopp als Trainer hatte, der hat Blick für das Ganze!

10.11.2019 - 02:59 - dr.evel

jeder verein ,spielverlegugung ?
macht es sinn in München zu verlierren ?
ich würde das ganze als BVB betrachten !!!!!!!!

09.11.2019 - 22:27 - Ruhrperle

" Ich habe schon länger gesagt, dass wir noch viel zu tun haben " , schon gut, Lucien, das wirst du auch in 10 Jahren noch sagen, egal ,welchen Verein du dann trainieren wirst!
Jedes Jahr dasselbe Prozedere...