OL NR

Stürmer macht Rolle rückwärts: Türkei statt Straelen

23. August 2019, 12:33 Uhr

Foto: firo

Eigentlich war er sich mit dem SV Straelen schon einig und trainierte beim Oberligisten auch mit. Nun folgte die Rolle rückwärts.

Haluk Türkeri (32) wird nämlich nicht zum Oberliga-Spitzenreiter SV Straelen wechseln, sondern zurück in die Türkei gehen. 

Der Reihe nach: Türkeri kehrte nach acht Jahren in der 2. und 3. türkischen Liga im Sommer zurück nach Deutschland. Nach Stationen bei Denizlispor, Boluspor, Samsunspor, Menemen Belediye Spor, Tuzlaspor, Aydinspor und Bandirmaspor wollte der gebürtige Duisburger wieder im Ruhrgebiet Fuß fassen. "Es waren acht schöne Jahre. Ich habe ein gutes Leben in der Türkei geführt. Sportlich lief es auch hervorragend. Ich habe mir da einen guten Namen gemacht. Ich bekomme viele Anrufe von den Vereinen. Die Klubs wollen mich in die Türkei zurückholen. Ich will aber endlich wieder hier in Deutschland spielen und heimisch werden", erklärte Türkeri Anfang Juli gegenüber RevierSport.

Türkeri wünscht Straelen die Rückkehr in die Regionalliga

Gut einen Monat nach dieser Aussage schien die Rückkehr nach Deutschland perfekt zu sein. Türkeri konnte sich mit dem ambitionierten Oberligisten SV Straelen einigen und trainierte bereits an der Römerstraße mit. Letztendlich kam es nicht zur Unterschrift. Türkeri machte einen Rückzieher und unterschrieb bei Kahramanmaras, einem türkischen Drittligisten.

Am Freitag erklärt der Familienvater gegenüber unserer Redaktion, wie es zu dem Sinneswandel kam. "Ich wollte eigentlich in Deutschland bleiben, habe aber regelmäßig Anrufe aus der Türkei bekommen und mich auch mit den Anfragen beschäftigt. Das Angebot ist sehr verlockend gewesen. Der Verein, in dem ich unterschrieben habe, feiert dieses Jahr das 50. Gründungsjahr des Klubs. Die haben hier einiges vor und wollen aufsteigen. Ich will da meinen Teil beitragen, damit der Verein in der Jubiläumssaison seine Ziele erreicht. Ich hole jetzt meine Frau und Tochter nach in die Türkei. Ich bin glücklich, dass ich nochmal solch einen Vertrag unterschreiben konnte", sagt Türkeri.

Dem SV Straelen wünscht er viel Erfolg für die aktuelle Spielzeit. Türkeri: "Ich hatte tolle Gespräche mit den Verantwortlichen. Es hat auch lediglich noch die Unterschrift gefehlt. Ich habe da mittrainiert und gesehen, wie toll die Anlage und wie professionell der Verein aufgestellt ist. Ich wünsche dem SV Straelen die Rückkehr in die Regionalliga."

Profivertrag in Bochum und Karlsruhe

Beim VfL Bochum sorgte Türkeri in der U19 für große Furore und erzielte in zwei A-Jugend-Jahren in 47 Spielen satte 39 Treffer. Er wurde von dem damaligen VfL-Trainer Peter Neururer mit einem Profivertrag belohnt. Doch Türkeri konnte sich beim VfL nicht durchsetzen. Er kam nur ein einziges Mal in der Saison 2005/2006 in der 2. Bundesliga zum Einsatz: am 1. Spieltag beim 4:0-Auswärtssieg in Saarbrücken. Er kam überwiegend in der damaligen Bochumer Regionalliga-Reserve zum Einsatz und konnte in 26 Spielen sechs Tore erzielen.

Im Sommer 2006 wechselte er zum Karlsruher SC. Doch in der 2. Bundesliga kam er wieder nicht zum Einsatz. Mehrere Verletzungen warfen ihn immer wieder zurück. Er absolvierte 24 Begegnungen (drei Tore) in der Regionalliga Süd für die U23 des KSC.

Nach zwei Jahren in Karlsruhe ging es für Türkeri weiter zur Spielvereinigung Elversberg, Rot-Weiss Essen und den MSV Duisburg II, bevor er sich im Januar 2012 in die Türkei verabschiedete und im Sommer 2019 nach Duisburg zurückkehrte und sich aktuell auf Vereinssuche befindet.

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Mannschaften

Rubriken

Kommentieren

23.08.2019 - 14:48 - hadi

Vielleicht wird er nur in die Türkei gelockt, damit man ihn direkt wegsperren kann,
wäre ich vorsichtig, bei dem Despoten dort.

23.08.2019 - 14:27 - Realtalk Man

Was für ein Juan...!

23.08.2019 - 13:46 - Bacardicola

Den kennst Du nicht ???

Schwach !:)

23.08.2019 - 13:21 - Frankiboy51

Zweiter Bericht über einen, den keiner kennt. Aber, bei diesem Nachnamen sollte doch klar sein, wo die Mannschaftsaufstellung ausgerufen werden sollte, und mit Inbrunst ergänzt wird.