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Schalke-Sportvorstand schießt gegen PSG-Akademie

16. Juli 2019, 14:35 Uhr

Foto: firo

Der französische Erstligist Paris Saint-Germain will Talente in NRW suchen. Schalkes Jochen Schneider schickte eine klare Botschaft nach Paris.

Nach Oberhausen und Düsseldorf geht ein weiterer NRW-Standort für die "PSG Academy Germany" an den Start.

Die Pariser Akademie wird auch in Dortmund Kindern zwischen sechs und 16 Jahren ein professionelles Training nach den Methoden von Paris St. Germain anbieten. "Ich freue mich, dass wir mit Dortmund eine Fußball-Hochburg dazugewonnen haben", sagt Guido Contrino, Technischer Direktor der "PSG Academy Germany", gegenüber RevierSport.

Ab September wird auf einer Platzanlage eines Dortmunder Amateurklubs, der am Dienstagnachmittag auf einer Pressekonferenz in Düsseldorf offiziell bekanntgegeben wird, trainiert. "Wir starten dann mit dem Akademie-Betrieb. In den Herbstferien werden wir dann Fußballferien-Camps anbieten. Das machen wir jetzt im Sommer schon in Düsseldorf und Oberhausen. Der Zulauf ist enorm. Wir freuen uns, dass das alles so gut anläuft", sagt der 48-jährige Contrino.

Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider regte sich über die Expansionspläne des französischen Erstligisten auf. "Mir fehlen die Detailkenntnisse, warum Paris St. Germain in Deutschland mehrere Stützpunkte eröffnet“, sagte Schneider der WAZ. „Ich weiß aus Vater-Sicht nicht, was den Reiz ausmacht, meinen sechsjährigen Sohn zu Paris St. Germain ins Camp zu schicken. Vielleicht lernt man da französisch, aber so ganz erschließt sich mir der Sinn nicht.“ Deswegen schickte der Schalke-Sportvorstand eine Botschaft nach Paris: „Sollten die auf die Idee kommen, hier Fußballklubs zu gründen, müsste man mal nachfragen, was die frühstücken."

Ab September wollen die Pariser Akademien auch Freundschaftsspiele in den Altersklassen sechs bis 16 Jahre bestreiten und eventuell auch am Ligabetrieb teilnehmen. Aktuell prüft die "PSG Academy Germany" inwieweit dies mit den Verbandsstatuten vereinbar ist.

Den Vorwurf des Talentklaus hat die Football Academy Düsseldorf bereits zurückgewiesen

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16.07.2019 - 19:59 - Meysegeyer

@Rattenfänger

Froschschenkel lehne ich aus mehreren Gründen ab. Aber Schnecken mit Cafe de Paris-Butter sind eine Köstlichkeit. Dass sie auch zur Gründung von Fußballschulen inspirieren können, war mir bislang unbekannt *g

Wenn ich das PSG-Prinzip richtig verstanden habe (und es wird ja in 14 Ländern bereits praktiziert), sollen die "Akademien" sich über erhebliche Beiträge wirtschaftlich selbst tragen. Für sogenannte "Camps" kommen noch mal vierstellige Summen hinzu. Mir fehlt die Fantasie, mir vorzustellen, dass bei der Dichte und Intensität der Talentsichtung gerade im Fußball-Westen den Vereinen echte "Kracher" durch die Lappen gehen. Mir sieht das eher nach Geldschneiderei aus - wie es zum Beispiel im Tennissport gäng und gäbe ist.

Beitrag wurde gemeldet

16.07.2019 - 16:35 - KB1904

@Herold

Die Kinder sind die Leidtragenden wenn sie Eltern haben wie so manch "einer" der hier im Forum vor Scheinheiligkeit nur so trieft ! g*

Dieser Beitrag wurde von der Redaktion überprüft und nicht als Verstoß eingestuft.

16.07.2019 - 16:00 - Herold

Die Kinder müssen dafür zahlen, wenn Sie Mitglied der Akademie werden wollen, es steht ein dreistelliger Betrag im Raum :-((

16.07.2019 - 15:55 - Schalker1965

Hier herrscht ein freier Wettbewerb, so dass es gegen das Engagement internationaler Top-Clubs in Deutschland keine rechtliche Handhabe gibt. Im Übrigen wildern deutsche Vereine doch im Ausland. Die ganze Diskussion ist ziemlich scheinheilig.

16.07.2019 - 15:30 - Rattenfänger

Dieser Kommentar wurde entfernt.

16.07.2019 - 14:58 - KB1904

Ich schätze mal das hier jetzt der DFB gefordert ist wenn er nicht schon ...............