Regionalliga

Alemannia Aachen will den Aufstieg

15. Juni 2019, 12:27 Uhr

Foto: Michael Gohl

Das Wettrüsten in der Regionalliga West hat längst begonnen. Alemannia Aachen ist dagegen sehr zurückhaltend in der Transferperiode. Die Kaiserstädter verfolgen dennoch ein klares Ziel.

Rot-Weiss Essen, Fortuna Köln und die Sportfreunde Lotte haben große Umbrüche vollzogen und werden nahezu komplett neue Mannschaften in die Saison 2019/2020 schicken. Derweil haben sich Rot-Weiß Oberhausen, Vize-Meister der vergangenen Saison und der SV Rödinghausen, Dritter in 2018/2019, zurückgehalten und vertrauen größtenteils dem altbewährten Kader. Ähnlich sieht es bei Alemannia Aachen aus.

"Wir können seit längerer Zeit mal wieder mit einer eingespielten Truppe in die Saison gehen. Wir werden am Ende bei maximal fünf, sechs Zugängen stehen. Unser Ziel war es schon frühzeitig die Verträge zu verlängern. Das haben wir geschafft. Zum Teil haben hier Jungs bis zum Sommer 2021 unterschrieben. Sie sind von unserem Projekt überzeugt. Das freut uns alle ungemein", erklärt Fuat Kilic im RevierSport-Gespräch.

Der Fußballlehrer, der nicht nur Trainer sondern auch Sportlicher Leiter in Aachen ist, verfolgt mit der Alemannia ein großes Ziel. Kilic (46) will zurück in den Profifußball. "Wir machen kein Geheimnis aus unserem Ziel für die kommende Saison: Wir wollen aufsteigen. Ich sehe eine ausgeglichene Liga, in der sehr viele Klubs, um den Titel spielen werden. Oberhausen, Rödinghausen, Essen, Lotte, Fortuna Köln, die U-Mannschaften von Gladbach, Dortmund und Köln, dazu sicherlich noch eine Überraschungsmannschaft. Es können wirklich viele Vereine oben mitspielen. Es dürfte sehr spannend werden", erklärt Kilic.

Kilic kämpft um die Vertragsverlängerungen mit Idrizi und Imbongo

Kilic, der seit dreieinhalb Jahren in Aachen sehr gute Arbeit leistet und die Alemannia zu einer echten Spitzenmannschaft der Regionalliga West formte und in diesem Jahr auch zum Gewinn des Mittelrheinpokals führte, tätigte in der Vergangenheit eine Aussage, die die Fans rund um den Tivoli beunruhigte. Er sagte, dass er über den Sommer 2020 in Aachen nur bleiben werde, wenn die Alemannia bis dahin auch in die 3. Liga aufsteigt. Nun revidiert der gebürtige Türke seine Aussage etwas: "Ich will gar nicht so weit in die Zukunft schauen. Für uns zählt die kommende Saison. Wir wollen einen guten Start hinlegen und uns bis Weihnachten eine gute Ausgangssituation schaffen", sagt er. Kilic ergänzt: "Natürlich will ich in die 3. Liga. Am liebsten mit Alemannia Aachen."

Für dieses Ziel verpflichteten die Aachener, die in der abgelaufenen Spielzeit Sechster wurden, mit David Bors (Bonner SC), Andre Wallenborn (SC Wiedenbrück) und Ricco Cymer (1. FC Saarbrücken) bis dato drei externe Zugänge. Maximal drei weitere Spieler sollen noch folgen. Ein U23-Torwart und ein Stürmer sind noch als Verstärkungen geplant. 

Aktuell kämpft Kilic um den Verbleib zweier Leistungsträger. Blendi Idrizi und Dimitry Imbongo Boele sollen weiter am Tivoli auf Torejagd gehen. "Wir wollen beide unbedingt halten. Wir sind da auch mit den Beratern der Spieler im Austausch", hofft Kilic noch auf die Vertragsverlängerungen. 

Während bei dem offensiven Mittelfeldspieler Idrizi (21) die Aachener Chancen auf eine Weiterbeschäftigung nicht schlecht stehen dürften, ist der Verbleib von Torjäger Imbongo (29), elf Saisontreffer in 2018/2019, sehr ungewiss. Der Angreifer befindet sich im Urlaub und ist für Kilic aktuell persönlich nicht erreichbar. "Ich habe aber einen guten Draht zu seinem Berater. Dimitry hat sich noch nicht endgültig entschieden. Es ist aber klar, dass es nicht einfach wird ihn zu halten", sagt Kilic.

Die Hoffnung bleibt jedoch. Denn auch Kilic weiß: "Sollten Idrizi und Imbongo bleiben, dann wären wir sehr, sehr gut aufgestellt für die neue Saison." Falls nicht, müsste die Alemannia doch noch ein- bis zweimal auf dem Transfermarkt zu langen und wohl in höhere Regale greifen.

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Kommentieren

17.06.2019 - 07:34 - Entenfan

Wenn’s nicht klappt, dann gibts halt so lange neue Insolvenzen bis es klappt.

15.06.2019 - 19:15 - Herry 1907

Ich traue Aachen zu in der nächsten Saison Meister zu werden. In den letzten Jahren hat Aachen immer besser abgeschnitten als RWE, trotz finanzieller Probleme. Jetzt hat man eine eingespielte Mannschaft und bekommt noch Geld aus der 1. Pokal-Hauprunde. Beste Voraussetzungen also Meister zu werden.

15.06.2019 - 13:20 - faser1966

Das Stimmt nicht so ganz, wir wollen nicht aufsteigen, sondern nur oben mitspielen.
Uns reicht schon ein Platz von 5-10.
In diesem Unsinn, nur der RWE.