3. Liga

Ponomarev droht mit Rückzug, Stadt reagiert

14. Mai 2019, 17:43 Uhr

Foto: firo

Ruhe beim Drittligisten KFC Uerdingen? In diesen Tagen und Wochen scheinbar unmöglich. Jetzt drohte Investor Mikhail Ponomarev damit, sein Engagement zu beenden. Der Grund: Der Streit um die Modernisierung der Grotenburg in Krefeld. 

Der KFC Uerdingen hat in diesen Tagen und Monaten kein echtes zuhause. Das Grotenburg-Stadion ist gesperrt. Es muss dringend saniert werden. Für die 3. Liga, für die 2. Liga noch umfassender. Viele Millionen müssen investiert werden. 

Der Plan sah vor, dass die Uerdinger im Laufe des kommenden Jahres wieder zurück ins eigene Wohnzimmer dürfen. Zuvor wicht der KFC in dieser Saison in die Arena des MSV Duisburg aus. In der kommende Spielzeit wird der KFC seine Heimspiele in der Arena von Fortuna Düsseldorf bestreiten. 

Gegenüber der Rheinischen Post betonte nun der Investor Mikhail Ponomarev, dass er kein drittes Jahr abseits der Grotenburg akzeptieren werde. Modernisiert die Stadt Krefeld das Stadion nicht, zieht er sich zurück. Bei der RP wird er zitiert: "Eine dritte Saison in einem fremden Stadion wird es mit mir nicht geben." Was am Montag die Stadt Krefeld auf den Plan rief. Auf ihrer Homepage wurde eine Stellungnahme veröffentlicht, die sich auf das Stadiontheater bezieht.

Zuvor waren Pläne gescheitert, eine gemeinsame Stadiongesellschaft zu gründen. Von dieser nahmen die Uerdinger Abstand, nachdem im Januar 2019 eine unterschriftsreife vertragliche Grundsatzvereinbarung vorgelegen haben soll. Das nahm die Stadt Krefeld zum Anlass, eine zeitliche Verzögerung zu begründen. Hier heißt es: "Am 9. Mai 2019 hat der KFC Uerdingen die Stadt Krefeld darüber informiert, dass aufgrund veränderter Rahmenbedingungen die Gründung einer Stadiongesellschaft nicht länger gewünscht sei und die Stadt die Sanierung der Grotenburg nun doch wie ursprünglich geplant umsetzen solle. Allerdings ist durch die Verhandlungen seit Oktober 2018 inzwischen ein halbes Jahr verstrichen."

Nun geht man also zurück zum ursprünglichen Plan. Der sieht vor, dass die Stadt Krefeld das Stadion modernisiert. Elf Millionen Euro soll das Projekt kosten, damit der KFC in Liga 3 wieder in Krefeld antreten darf. Teile wurden bereits umgesetzt, so wurde zum Beispiel für die Südtribüne mit einem Gutachter ein Brandschutz- und Entfluchtungskonzept erstellt. Die Lüftungsanlage der Funktionsräume, die akustische Anlage im Stadion, das Netzwerk und die Telekommunikation, die Beleuchtung, die Flutlichtanlage, die Betonsanierung am Dach der Nordtribüne und die Außenanlagenentwässerung wurden angegangen. 

Krefelds Oberbürgermeister Frank Meyer erklärte zur aktuellen Lage rund um den KFC Uerdingen: „Jeder weiß, dass mir der KFC Uerdingen und das Projekt Profifußball am Herzen liegen. Der Rat der Stadt Krefeld hat sich zu seiner Verantwortung für die Grotenburg bekannt - und dieser Verantwortung werden wir in dem dort beschlossenen Rahmen nachkommen. Allerdings gibt es rechtliche, rationale und ethische Grenzen für das Engagement einer Stadt im gewinnorientieren Geschäft Profifußball. Diese Grenzen werden wir im Sinne unserer Gesamtverantwortung für die Stadt Krefeld selbstverständlich respektieren."

Zudem möchte die Stadt sich bemühen, die Trainingsbedingungen der Uerdinger zu verbessern. Überall dort, wo die Stadt zuständig ist. Denn hinter vorgehaltener Hand haben sich die Spieler auch darüber beschwert, dass die Trainingsbedingungen nicht profigerecht sind. Zum Abschluss der Stellungnahme betont die Stadt Krefeld: "Sollte der KFC Uerdingen nochmals Gespräche über die Gründung einer gemeinsamen Stadiongesellschaft aufnehmen wollen, steht die Stadtverwaltung dafür zur Verfügung." cb

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15.05.2019 - 22:21 - Berlin85

Jetzt tun sie mir doch ein bisschen leid. Leseschwäche plus Erinnerungsvermögen.Nichts für ungut.

15.05.2019 - 21:24 - Sportsmann

@15.05.2019 - 20:28 - Berlin85
"Tja, und da sie leider nicht lesen können, ist es auch unnötig,Ihnen nochmals zu antworten!"
Wieso antworten?? Kann mich beim besten Willen nicht erinnern, gerade Sie nach irgendwas gefragt zu haben.

15.05.2019 - 20:28 - Berlin85

Tja, und da sie leider nicht lesen können, ist es auch unnötig,Ihnen nochmals zu antworten!

15.05.2019 - 20:26 - Berlin85

Mit blindem Fanatismus habe ich natürlich auch ein Problem. Gerade deswegen kann ich ihren unpassenden Kommentar auch nicht nachvollziehen, und das ihr Username passt,eben auch nicht!

15.05.2019 - 16:55 - Sportsmann

@15.05.2019 - 16:33 - Berlin85
"15.05.2019 - 10:25 - Sportsmann
Wer lesen kann ,ist
klar im Vorteil- sie also nicht ! Der Username passt auch nicht!"

Da haben Sie recht. Ich kann nicht lesen, nur schreiben.
Mein Username passt wunderbar. Es gibt aber ein Problem: blinde Fanatiker übersehen das schon mal.

15.05.2019 - 16:33 - Berlin85

15.05.2019 - 10:25 - Sportsmann
Wer lesen kann ,ist
klar im Vorteil- sie also nicht ! Der Username passt auch nicht!
15.05.2019 - 10:43 - Dropkick Rot-Blau
Ohne die Aspirin Erfindung aus Wuppertal, hätte es doch das Konstrukt Bayer 05 nie gegeben !
Edmund ter Meer gründete bereits 20 Jahre vor der Erfindung von Aspirin in Uerdingen eine Farbenfabrik, die dann erst später zusammen mit Leverkusen ,Wuppertal und Dormagen zu Bayer fusionierte. Daraus ergab sich allerdings aus Uerdinger Initiative ( Paul Hufnagel , ein 1.Vorsitzender Ende 60er/Anfang 70er) die Überführung ins Halbprofitum, wobei in den ersten Jahren, als man schon mit dem WSV in der Regionalliga West spielte, die Spieler Kroke, Schneiders,Lurz ,Riege,Brinkmann u.a tatsächlich noch halbtags in der Firma gearbeitet haben.Warum sich damals für den WSV dort nichts in Sachen Sponsering durch Bayer getan hat, erschließt sich mir nicht.

15.05.2019 - 10:43 - Dropkick Rot-Blau

Ohne die Aspirin Erfindung aus Wuppertal, hätte es doch das Konstrukt Bayer 05 nie gegeben !

15.05.2019 - 10:25 - Sportsmann

@14.05.2019 - 21:29 - Berlin85
"Die Schande ist es, diesen nicht Thema bezogenen Kommentar überhaupt zu veröffentlichen."
Da stimme ich Ihnen völlig zu!
Was ich aber nicht verstehe: warum haben Sie ihn denn dann überhaupt geschrieben?

14.05.2019 - 22:24 - schönstesStadionvondieWelt

Beister und Aigner sind die offensiven Granaten aber auch für die zweite Liga zu satt.
Die Grotenburg ist ( auch für Gäste ) ein schönes Stadion ( Denkmal ) und sollte auch von der Stadt gefördert werden.
Nach meiner Meinung hätte Herr Ponomarev mehr in seine Spielstätte investieren müssen - um etwas aufzubauen.
Leider kauft er nur Spieler bzw Trainer

14.05.2019 - 21:29 - Berlin85

Die Schande ist es, diesen nicht Thema bezogenen Kommentar überhaupt zu veröffentlichen. Nein, wir haben seit über 2 Jahrzehnten nichts mehr mit dieser Firma zu tun, weil sie uns fallen ließen. Sponsoren oder Investoren, je nach Lage ,verlassen Vereine oder befruchten sie neu. Der damals neu gegründete KFC hat seitdem einige Leute kommen und gehen sehen. Im Moment macht der Verein, obwohl es momentan nicht so aussieht, seine hoffnungsvollste Phase durch. Herr Ponomarev hätte es verdient,das die Stadt Krefeld endlich auf ihn zugeht und ein tragfähiges Konzept vorlegt. Ach ja ,um noch kurz auf den damaligen Gönner einzugehen, ich möchte nicht wissen was nach den 10000 nächsten Monsantoprozessen noch von den Pillen überbleibt! Blau-roten Gruß

14.05.2019 - 19:07 - Cristiansen

Das wäre doch eine hervorragende Möglichkeit, den Club ganz einfach komplett zuzumachen.
Was da seit ein paar Jahren läuft ist doch sowieso eine Schande für den Fußballsport und hat mit dem "alten" Bayer 05 Uerdingen sowie nicht mehr das Geringste zu tun.