05.12.2018

Schiedsrichter Ittrich

Späte Einsicht nach Streit mit Schalke-Trainer Tedesco

Foto: firo

Gleich am ersten Spieltag fiel Pascal Ittrich auf, als er sich mit S04-Trainer Domenico Tedesco zoffte. Nun zeigt sich der Schiedsrichter einsichtig.

Die Kritik an seinem Verhalten habe er sich nicht detailliert durchgelesen. „Das kannst du nicht lesen, da gehst du kaputt“, sagt Pascal Ittrich. Doch der Schiedsrichter hat sein Auftreten beim Wortgefecht mit Schalke-Trainer Domenico Tedesco am ersten Bundesliga-Spieltag hinterfragt. „Das tut man nicht; da habe ich einfach den falschen Weg gewählt“, erklärt der 39-Jährige in einer Dokumentation des öffentlich-rechtlichen Senders NDR und ergänzt: „Bei aller Emotionalität wäre mehr Zurückhaltung gefragt gewesen.“ Ittrich war nach dem Spiel in den sozialen Netzwerken massiv kritisiert und auch beschimpft worden.

Bei Schalkes 1:2-Niederlage zum Auftakt der Saison 2018/19 hatte der Unparteiische einen schlechten Tag erwischt und zahlreiche schwerwiegende Fehler gemacht. Zwei seiner Entscheidungen überprüfte der Videoassistent. Im Laufe des Spiels stritten sich Ittrich und Tedesco für alle sichtbar – wobei sich der Schalke-Trainer nicht respektvoll behandelt fühlte. „Es war ein sehr einseitiges Gespräch, ich kam nicht so viel zu Wort. Ich habe dem vierten Offiziellen nur eine ganz normale Frage gestellt – und wurde anschließend durchbeleidigt.“

Der Schiedsrichter konterte nach dem Spiel, das er als „sicherlich eines der schwersten meiner Karriere“ bezeichnete: „Ich war ein bisschen laut dabei und auch deutlich, das möchte ich nicht abstreiten. Ich sehe es aber manchmal einfach nicht ein, immer zurückzustecken.“ Tedescos Verhalten an der Seitenlinie sei Auslöser für seine deutlichen Worte gewesen, wie Ittrich im Kurzinterview mit dieser Redaktion klarstellte. „Da habe ich mich entschlossen, hinzugehen und Herrn Tedesco darauf aufmerksam zu machen, dass so ein Verhalten von mir nicht toleriert wird.“ Er habe ihn jedoch nicht beleidigen wollen. Sollte beim Schalke-Trainer dennoch dieser Eindruck entstanden sein, „dann muss ich mich in aller Form dafür entschuldigen“. Autor: Dominik Hamers

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