24.07.2009

Schalke II: Cedric Mimbala hat sich hohe Ziele gesteckt

„Letzte Chance auf Sprung in den Profifußball“

Zum Glück für die Fernsehmoderatoren kommt die Regionalliga West noch nicht live im TV.

So bleibt den Zuschauern vor dem Schirm die Diskussion über die korrekte Aussprache des Namens Cedric Ebewa-Yam Mimbala, wie es zum Beispiel beim HSV-Stürmer Jan-Eric Maxim Choupo-Moting durchaus vorkommt, erspart. Wenn es nach dem Spieler selbst geht, würde er sich „gerne bei den S04-Profis“ in den Vordergrund spielen – und so seinen Bekanntehitsgrad eminent steigern.

So lautet jedenfalls die selbstbewusste, langfristige Zielsetzung des jungen Innenverteidigers. Immerhin hat der gebürtige Bonner schon vier Länderspiele für den Kongo bestritten und kann so, als einer von wenigen Kickern in der Mannschaft, schon internationale Erfahrung vorweisen.

Eine lange Reise durch den Amateurfußball hat der Deutsch-Kongolese schon hinter sich. Bevor sein Weg nach Gelsenkirchen führte, spielte Mimbala schon für gut ein Dutzend Vereine im In- und Ausland. Angefangen in der Jugend beim 1. FC Köln über den Bonner SC und den MSV Bonn landete er bei den Junioren von Alemannia Aachen in der damals neugegründeten U19-Bundesliga West. Ein paar Tapetenwechsel später folgte ein halbjähriges Intermezzo beim belgischen Zweitligisten KFC Dessel Sport.

Es folgte ein Intermezzo bei Bayern Hof und zuletzt Fortuna Köln in der NRW-Liga. Doch auf Schalke hat sich der 1,90m-Hüne keineswegs auf einen kurzen Aufenthalt eingestellt. „Ich wohne schon in Gelsenkirchen und fühle mich hier pudelwohl“, betont Mimbala und fügt hinzu: „Auch meine neuen Mannschaftskollegen haben mich super aufgenommen.“

Zu einer kleinen Schrecksekunde kam es aber im Training am Mittwoch, als der 22-Jährige im Abschlussspiel mit einem Gegenspieler zusammenprallte und für einen Moment liegen blieb. Nur ein kurzer Schreck, denn kurz danach raffte er sich schon wieder auf und sprintete an seine angestammte Position in die Innenverteidigung.

Hart geht es zu bei der zweiten Schalker Mannschaft und wer gedacht hätte, dass die Jungs um Trainer Oliver Ruhnert es ruhiger angehen lassen würden als die Profis bei Felix Magath, der sieht sich getäuscht. „Es war eine sehr anstrengende Vorbereitung“, stellt Mimbala fest und auch „die Trainingshäufigkeit und der technisch höhere Anspruch in der neuen Liga“ stellen eine neue Herausforderung für ihn dar.

Wie es um die Disziplin des Verteidigers bestellt ist, bleibt abzuwarten. In der Wintervorbereitung 2009 wurde Mimbala kurzzeitig von Fortuna-Coach Matthias Mink in die zweite Mannschaft versetzt, nachdem er sich nicht wie erwünscht verhalten hatte.

Das ist Vergangenheit. Mimbala wünscht sich einen guten Start im Revier, ob er aber zum Saisonbeginn am 7. August gegen Trier in der Startelf stehen wird, ist auch eine Frage des Engagements bei den Übungsienheiten. „Ich hoffe natürlich auf einen Einsatz von Beginn an und werde bis dahin alles dafür geben“, gibt sich Mimbala kämpferisch.

Autor: Philip Scherer

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