01.07.2009

Düsseldorf: Leverkusener Anderson ausgeliehen

Ahanfouf, Serdarusic und Kozo zur Probe

Fast täglich sieht man derzeit mindestens ein neues Gesicht auf dem Trainingsgelände von Fortuna Düsseldorf.

Mit anderen Worten: Die Testspieler geben sich die Klinke in die Hand. Der slowakische Mittelfeldspieler Ante Serdarusic vom bosnischen Meister HSK Mostar hofft genauso auf einen Vertrag in der Zweiten Bundesliga wie Yuki Kozo, Verteidiger bei JEF United Ichihara Chiba in der japanischen J-League.

Zudem bewirbt sich ein alter Bekannter um einen Kontrakt. Abdelaziz Ahanfouf ging in Deutschland schon für die SpVgg Unterhaching, Hansa Rostock, den FSV Mainz 05, Dynamo Dresden, den MSV Duisburg, Arminia Bielefeld und zuletzt für den SV Wehen-Wiesbaden auf Torejagd. Der 31-jährige Marokkaner hat auf jeden Fall eine Menge Erfahrung. In 122 Einsätzen im Unterhaus traf er 42 Mal, hinzu kommen zwölf Treffer in 60 Partien in Liga eins. Trainer Norbert Meier kennt den Angreifer noch bestens aus gemeinsamen Duisburger Zeiten. "Er wird auch mit ins Trainingslager nach Bitburg fahren", berichtet Geschäftsführer Sport Wolf Werner.
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Einer, der seinen Vertrag schon in der Tasche hat, ist Anderson Soares da Silva, den die Fortuna von Bayer Leverkusen ausgeliehen hat. Zuletzt war der Verteidiger für den VfL Osnabrück aktiv. „Er kann sowohl innen als auch auf der rechten Seite der Viererkette spielen“, betont Werner.

Vielleicht wird er schon in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen den Hamburger SV in der ESPRIT-Arena auflaufen. „Wir sind überglücklich über dieses Los“, erklärt Werner. „Nach dem Spiel gegen Bösinghoven saßen viele Spieler noch im Clubhaus und haben sich die Auslosung angesehen. Die Spannung war unerträglich, weil wir bei jedem Los dachten, da muss doch jetzt Fortuna Düsseldorf drauf stehen.“

Irgendwann war es dann soweit und man wusste, es kann nur noch RW Oberhausen, Alemannia Aachen oder der HSV sein. Werner: „Wir wären mit allem hochzufrieden gewesen. Aber wir haben uns natürlich Hamburg gewünscht, da wir gegen die anderen beiden Teams schon in der Liga antreten.“ Aus sportlicher Sicht wären aber vielleicht Aachen und RWO die lösbareren Aufgaben gewesen. „Als Trainer habe ich immer gesagt, dass es besser ist, man kriegt am Anfang die Favoriten. Dann hat man eher die Chance, eine Überraschung zu landen“, grübelt Werner. „Bei uns ist auf jeden Fall die Motivation größer.“

Die Kulisse wird zudem eine tolle sein, schließlich ist die Truppe mit ihrem neuen Trainer Bruno Labbadia ein Publikumsmagnet. Werner: „Ich weiß nicht, ob das Stadion ausverkauft sein wird, aber ich hoffe auf über 40.000 Leute. Auch aus Hamburg werden einige Anhänger mitkommen.“

Autor: Christian Krumm

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