28.06.2009

1. FFC Recklinghausen: Sportlicher Leiter Kuhn tritt zurück

Private und berufliche Gründe

Das Stühlerücken beim 1. FFC Recklinghausen geht weiter. Andreas Kuhn gab in dieser Woche seinen Rücktritt als Sportlicher Leiter beim Regionalliga-Aufsteiger bekannt. „Es kam sehr überraschend. Ich finde es schade“, äußerte sich der 1. Vorsitzende Georg Pointke betroffen von der neusten Entwicklung.

Als Auslöser für die Trennung vom Verein gab Kuhn private und berufliche Gründe an. Den Zeitaufwand könne er in Zukunft nicht mehr leisten, teilte er mit. „Es hat sich kurzfristig bei ihm ergeben und ich kann seine Entscheidung verstehen“, meint Pointke.

Überraschend kam der Rücktritt vor allem, weil der Vertrag erst vor wenigen Wochen um ein weiteres Jahr bis zum Sommer 2010 verlängert wurde. Kuhn, der das Amt des Sportlichen Leiters beim 1. FFC Recklinghausen zum 1. Mai vergangenen Jahres übernommen hatte, war zudem mit der Kaderplanung für die neue Saison beauftragt. Die Zusammenarbeit mit dem Erfolgscoach der abgelaufenen Spielzeit, Dirk Hofmann, wird nicht fortgesetzt, da keine Einigung bezüglich der Forderungen Hofmanns erzielt werden konnten. Der neue Mann an der Seitenlinie ist A-Lizenz-Inhaber Oliver Schubert. Ihm zur Seite steht Peter Meller, der zuletzt Coach der Westfalenligamannschaft der SG Wattenscheid 09 war.

Wie die vakante Stelle des Sportlichen Leiters nun kurzfristig besetzt wird, ist noch nicht klar. „Wir haben in der nächsten Woche eine Vorstandsitzung und werden uns dann beratschlagen“, erklärt Pointke. In Erwägung wird sogar gezogen, dass zunächst auf einen neuen Sportlichen Leiter verzichtet wird, und die Aufgaben stattdessen verteilt werden. „Wir werden uns das in Ruhe anschauen und auch mit den Trainern sprechen“, betont der Vorsitzende. Erleichtert ist er hingegen darüber, dass zumindest der Kader für die Regionalliga-Saison steht: „Die Planungen sind zum Glück abgeschlossen.“

Schubert, der neben seiner Festanstellung bei der medicos Auf Schalke Reha GmbH an der Ruhr-Universität Sport- und Sozialwissenschaft studiert, bittet das Regionalliga-Team am 5. Juli zum Trainingsauftakt. Nicht mehr mit dabei sein wird allerdings die türkische U19- und A-Nationalspielerin Fatma Kara. Die 17-jährige Mittelfeldspielerin wechselt zum Ligakontrahenten und Bundesliga-Absteiger SG Lütgendortmund.

Die Verantwortlichen des FFC Recklinghausen sind aber zuversichtlich, dass für die erste Saison in der Regionalliga eine schlagkräftige Mannschaft zusammengstellt werden konnte. „Wir freuen uns, dass es bald wieder losgeht“, zeigt sich Pointke zuversichtlich und erwartungsvoll.

Autor: Desirée Kraczyk

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