16.08.2008

ETB SW Essen - Bielefeld II 1:1 (1:0) / Versteckt und gefunden

Paukenschlag fürs Geschichtsbuch

Die NRW-Liga ist gestartet und hat auch direkt ihre erste Überraschung parat. Dass die Bielefelder Reserve beim 1:1 (0:1)-Remis einen Zähler aus Essen mitnimmt, damit hatte im Vorfeld wohl niemand gerechnet. „Das Ergebnis ist okay, auch wenn wir uns oftmals versteckt haben“, skizzierte Arminia-Coach Armin Perrey.

ETB-Trainer Klaus Berge schüttelte indes den Kopf und hat erst spät nach dem Abpfiff seine Fassung gefunden: „Das Resultat ist nicht erfreulich und auch sonst haben wir etliche Unzulänglichkeiten im Abspiel gezeigt.“

Das sahen auch die zahlreichen Vertreter aus der Politik, dem Verband und Sport. Neben NRW-Innenminister Ingo Wolf und FLVW-„Boss“ Hermann Korfmacher waren unter anderem auch Ex-Nationalspieler Jens Nowotny, Velberts Coach Markus Feldhoff, Schermbecks Linienchef Martin Stroetzel, Wattenscheids Trainer Dirk Helmig oder Hernes Sportlicher Leiter Timur Camci vor Ort. Und auch das Fernsehen war dabei, bekam allerdings ein eher dürftiges Match und vor allem eine große Eröffnungszeremonie geboten. „Das war schon beeindruckend“, schnalzte Essens Manager Toni Pointinger beim Blick auf die Feierlichkeiten mit der Zunge. Schließlich sollte die neue Spielklasse sofort mit einem Paukenschlag in die Geschichtsbücher eingehen.

Und dort hat sich auch ETB-Kapitän Elvir Saracevic verewigt, der in der 40. Minute das erste Tor der NRW-Liga-Historie erzielte. „Es war ein tolles Gefühl, auch wenn es am Ende nicht zum Dreier gereicht hat“, stellte Saracevic fest.

Der erste Durchgang war ohnehin die beste Phase der Hausherren, doch vergaßen sie das Toreschießen. „Wir hätten den Sack zumachen müssen“, sinnierte Berge und konnte sich bei seiner stark auftrumpfenden neuen und alten Nummer eins, Tobias Ritz, bedanken, dass er mit einer Führung im Rücken in die Kabine gehen konnte.

Doch nach dem Wechsel drehte plötzlich die Arminia auf und kam durch den quirligen Matthew Dallman, der einen Foulelfmeter verwandelte, zum 1:1-Auslgeich (50.). „Wir haben den Punkte gerne mitgenommen“, zeigte sich Perrey relaxt. Berge verdrehte indes die Augen und stellte fest: „Wir haben noch ordentlich Arbeit vor uns.“

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