SpVg Schonnebeck

"Die Oberliga bleibt für uns ein Abenteuer"

13. Juli 2018, 07:51 Uhr

Foto: Michael Gohl

Oberligist SpVg Schonnebeck freut sich nach zwei knapp verpassten Aufstiegen in Folge dennoch auf die kommende Spielzeit, wird aber dabei einige Hürden meistern müssen.

Als die Spielvereinigung Schonnebeck am vorletzten Spieltag der abgelaufenen Saison in der Oberliga Niederrhein nur ein Unentschieden beim VfB Homberg erreichte, war der Frust zunächst greifbar. Schon da ahnte man, dass dies die Punkte sein könnten, die am letzten Spieltag auf den Kontrahenten SV Straelen fehlen würden - und so kam es. Straelen stieg mit 70 Punkten in die Regionalliga auf, die "Schwalben" zogen mit 69 Zählern den Kürzeren und blieben in der Oberliga.

Für Schonnebeck-Trainer Dirk Tönnies ist dies kein Grund mehr zur Trauer. Im Interview mit Soccerwatch.tv spricht er über die neu entflammte Aufbruchstimmung am Schetters Busch, die kommende Spielzeit und er erklärt außerdem, wie man den verletzten Torjäger Marc Enger ersetzen will.

Dirk Tönnies, Sie sind mit Ihrer Mannschaft vor knapp zehn Tagen in die Vorbereitung auf die anstehende Oberligasaison gestartet. Welchen Eindruck haben Sie bislang von ihrem Team?
Bisher sind wir mit der Vorbereitung sehr zufrieden und haben auch schon gute Testspiel-Ergebnisse erzielt. Die erste Partie haben wir zwar mit 1:3 gegen Fortuna Düsseldorfs U23 verloren, aber das ist auch völlig normal. Vergangenen Samstag haben wir dann gegen Regionalligist SV Lippstadt gespielt. Zur Halbzeit lagen wir bereits mit 0:3 hinten, konnten das Spiel aber noch zum 3:3 drehen. Das hat bereits deutlich gemacht, was die Jungs für einen tollen Charakter haben. Gerade so eine Tugend ist sehr wichtig für uns und das zeigt mir, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Sie haben jedoch - obwohl die Vorbereitung noch gar nicht so alt ist - bereits die ein oder andere Verletzung zu beklagen...
Das stimmt und das ist natürlich sehr bitter. Einige Spieler haben in diesem frühen Stadium der Vorbereitung bereits ein paar Blessuren davon getragen. Besonders bitter wiegt natürlich der Ausfall unseres Torjägers Marc Enger, der mehrere Wochen fehlen wird.

Einen Spieler wie Marc Enger kann man nicht eins zu eins ersetzen
Dirk Tönnies

Enger hat in der vergangene Saison mit 21 Toren hinter Essen Marvin Ellmann (32 Tore) und Velberts Aliosman Aydin (23 Tore) die drittmeisten Treffer in der Liga erzielt. Er macht vorne die Bälle fest und verteilt sie für seine Mitspieler. Wie wollen Sie so einen Spieler ersetzen?
Einen Spieler wie Marc kann man natürlich nicht eins zu eins ersetzen. Wir müssen das im Kollektiv machen, zumal wir keinen Stürmer mit einer ähnlichen Spielweise im Kader haben. Das bedeutet also auch, dass wir unsere Spielweise ein Stück weit ändern müssen, aber daran arbeiten wir bereits akribisch und die Jungs setzen das wirklich gut um. Dennoch werden wir Marc in dieser Zeit schmerzlich vermissen.

Wenn man sportlich über die SpVg Schonnebeck nachdenkt, fallen einem spontan zwei verpasste Aufstiege in Folge ein. Weckt das in Ihnen noch mehr Mut, um den Aufstieg in dieser Saison anzupeilen?
Ich denke, es wäre der falsche Weg, sich da nun unter Druck zu setzen. Man sollte wirklich von Spiel zu Spiel denken und jede Partie als ein Endspiel betrachten. Wir wissen immer noch wo wir herkommen und selbst die Oberliga bleibt für uns ein Abenteuer. Wir wollen unsere disziplinierte Mentalität beibehalten und erst einmal schauen, dass wir die berühmten 40 Punkte gegen den Abstieg sammeln. Alles weitere, das hinzukommt, ist für uns Zubrot. Sollte es dann doch wieder um den Aufstieg gehen, wäre Rang eins am Ende natürlich auch mal schön.

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