11.07.2018

VfL

Hoogland über seine Interviewpause und Saisonziele

Foto: RS

Lange hat VfL Bochums Abwehrspieler Tim Hoogland geschwiegen. In der laufenden Vorbereitung haben wir ihn zum Interview getroffen.

Tim Hoogland, es ist lange ruhig um Sie gewesen. Seit knapp anderthalb Jahren haben Sie kein Interview gegeben. Hatte das einen Grund?
Es wurde in den Monaten zuvor viel geredet, ich habe mich daher einfach etwas zurückgehalten. Ich war noch nie das große Sprachrohr nach außen. Es ist genauso wichtig, was man innerhalb der Mannschaft sagt und wie man dort angesehen wird. Teilweise hat mich auch die Berichterstattung genervt. Daher habe ich mich etwas zurückgezogen.

Hat es Sie etwas erschreckt, was es rund um den VfL für Turbulenzen gab?
Wir wissen alle, dass die Probleme der letzten Saison nicht einfach so an uns vorüber gegangen sind. Wir haben versucht, uns nicht mit all dem zu befassen, was in der Vergangenheit passiert ist. Aber das geht nicht spurlos an einem vorüber. Die Leistung entsprach auch nicht dem, was wir können. Noch im Februar, spätestens ab März war das besser. Und ich bin froh, dass es eine Drehung um 180 Grad gab und seitdem Ruhe im und um den Verein ist. Das ist sehr wichtig.

Der Stammkader hat sich kaum verändert. Macht das die Sache etwas leichter in der neuen Saison?
Absolut, es ist positiv, dass wir viele Spieler halten konnten, bei denen die Verträge ausgelaufen sind. Das gibt uns eine Sicherheit. Wir wissen, wir müssen nicht bei null anfangen. Wir kennen uns, das erspart Zeit bei der Zusammenarbeit.

Aktuell ist der VfL im Trainingslager. Wie ist der Stand der Dinge?
Es ist anstrengend. Die Intensität im Training ist hoch. Das ist aber auch vernünftig, wir legen hier die Grundlagen für die Hinrunde. Ansonsten ist es so, dass die positiven Dinge überwiegen. Wir haben bis hierhin keine Verletzten, die Jungs ziehen mit. Wenn es so bleibt, können wir von einer guten Vorbereitung sprechen.

Gegen Zürich gab es eine gute Leistung, zuvor hatte der VfL Probleme gegen den Oberligisten aus Brünninghausen.
Letzte Woche haben sich die Fans gefragt, wie wir nur Unentschieden gegen einen Oberligisten spielen konnten. Jetzt haben wir gegen einen starken Gegner gewonnen. Gegen Brünninghausen war es schlecht, da haben wir zwei individuelle Fehler gemacht und die Tore bekommen. In der Tat ist es leichter gegen bessere Gegner zu spielen. Ich kann nicht beschreiben, warum das so ist. Vieles spielt sich im Kopf ab. So ist das in der Vorbereitung, auch die Kölner haben Probleme. Auch in der ersten Runde im DFB-Pokal wird man sehen, was dort wieder passiert. Und ich hoffe, dass wir unsere Aufgabe gut lösen werden.

Ist Ihnen das Trainingslager mit 19 Jahren leichter gefallen als jetzt als Routinier?
Aktuell fühle ich mich sehr gut, da spielt das Alter keine Rolle. Zudem habe ich den Vorteil, dass ich weiß, was da kommt.

Der Saisonstart rückt näher. Was geht in dieser Saison für den VfL Bochum?
Ich glaube, so eine Saison wie im letzten Jahr wird es nicht nochmal geben. Vor allem so eine Hinserie. Es wäre vermessen zu sagen, dass wir aufsteigen. Es wird von Jahr zu Jahr schwieriger. Wir rechnen uns aber Chancen aus, dass wir eine gute Saison spielen werden. Richtung Winter schauen wir dann, ob wir die Ziele konkretisieren können. Ein einstelliger Platz sollte möglich sein. Persönlich möchte ich niemals schlechter sein als im Jahr zuvor.

Autor: RS

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