08.07.2018

Westfalia Herne

Knappmanns Neuzugänge überzeugen

Foto: Thorsten Tillmann

Der westfälische Oberligist Westfalia Herne absolvierte zwei gute Testspiele gegen Regionalligist Kaan-Marienborn und Bundesligist Hertha BSC.

Die Mannschaft von Westfalia-Trainer Christian Knappmann hat eine harte Trainingswoche hinter sich gebracht. Dennoch merkte man die Erschöpfung der Oberliga-Mannschaft im Test gegen den Bundesligisten Hertha BSC nicht an. „Wenn man bedenkt, dass wir am Samstag 90 Minuten gegen einen Regionalligisten gespielt haben, und vor dem Spiel gegen Hertha noch trainiert haben, dann war das eine ganz beachtliche Leistung“, erklärte Knappmann.

Es gibt noch Verbesserungspotenzial

Am Ende verlor die Westfalia mit 0:2. Aus dem Spiel heraus gelang der Hauptstadtmannschaft aber wenig. Auch deswegen war Knappmann mit der Leistung seiner Mannschaft sehr zufrieden: „Hertha BSC hat uns nicht an die Wand gespielt. Man hat gesehen, dass wir defensiv auch so einer ambitionierten Bundesliga-Mannschaft Probleme bereiten können. Ich konnte mich an keine Torchance von Hertha BSC erinnern, die man hätte wirklich machen müssen. Standardsituationen sind dann etwas anderes.“

Aber nicht nur an Standardsituationen will der Inhaber der B-Lizenz arbeiten. „Wir pressen sehr, sehr unorthodox. Der ein oder andere Spieler muss das noch reinkriegen. Das muss in Fleisch und Blut übergehen“, kritisierte Knappmann, stellte aber klar: „Das ist jetzt aber gar nicht negativ zu werten, sondern der Tatsache geschuldet, dass wir erst seit zehn Tagen zusammen sind.“

Bei Andreas Ogrzall hat man gesehen, was er für ein Niveau er mit auf den Platz bringt. Das ist schon sensationell gut.
Christian Knappmann, Trainer Westfalia Herne

Fußballerisch ist man auf einem guten Weg. Das haben die letzten Testspiele gegen Kaan-Marienborn (3:3) und Hertha gezeigt. Das liegt vor allem an den jungen Neuzugängen: „Wenn Jakob Helfer, Nico Pulver und Enes Schick aus Nachwuchsleistungszentren kommen, wo sie jahrelang gespielt haben, dann sind die auf einem fußballerischen Niveau, das höher ist als das in der Oberliga. Das sind einfach Jungs, die uns fußballerisch weiterbringen.“

Das Alter der Spieler spielt für Knappmann dabei eine untergeordnete Rolle. „Ich glaube, wenn man in der Oberliga Fußball spielt, dann muss man sowieso noch viel lernen. Deswegen wird mir das ganze Thema um jung, alt, erfahren, nicht erfahren zu hochgekocht“, sagte der 38-Jährige.

Einen Neuzugang lobte Knappmann außerdem in den höchsten Tönen: „Bei Andreas Ogrzall hat man gesehen, was er für ein Niveau mit auf den Platz bringt. Das ist schon sensationell gut.“ Ogrzall war von Regionalligist Rot-Weiß Oberhausen nach Herne gewechselt.

Autor: RS

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