09.07.2018

RWE

Wirtz ist den Spitznamen "Cristiano" nicht los

Foto: Michael Gohl

Den Namen Enzo Wirtz haben die RWE-Fans nicht vergessen. Im letzten Aufeinandertreffen gelangen ihm für Wuppertal drei Tore. Nun geht er für Essen auf Torejagd.

Rückblick: Am 11. April treffen Rot-Weiss Essen und der Wuppertaler SV in einem Nachholspiel aufeinander. Zwar traf Cedric Harenbrock für die Bergeborbecker zur Führung, doch dann schlug die Stunde des Enzo Wirtz. Mit drei Toren drehte er das Spiel im Alleingang, davon ein Treffer per Fallrückzieher und versaute so Karsten Neitzel das Debüt als RWE-Trainer. Das brachte ihm von seinem damaligen Trainer Christian Britscho den neuen Spitznamen "Cristiano" ein.

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Knapp drei Monate später hat Wirtz also die Seiten gewechselt. Nach mehrtägigem Probetraining im Trainingslager in Herzlake unterschrieb der flexibel einsetzbare Angreifer einen Vertrag an der Hafenstraße. „Ich glaube, Rot-Weiss Essen spricht für sich“, sagt der ehemalige Wegberger über die Beweggründe für seinen Wechsel. „Ein schönes Stadion, super Fans, eine starke Mannschaft und ein guter Trainer. Hier hat einfach das Gesamtpaket gepasst.“ So sehr, dass er zwei andere Klubs warten ließ, um zu schauen, ob es mit einem Arbeitspapier an der Hafenstraße funktioniert.

Entschuldigt hat er sich bei seinen alten Kollegen übrigens nicht für den Dreierpack aus dem April, wie er mit einem Augenzwinkern verrät: „Das gehört halt dazu. Letztes Jahr war ich Spieler des Wuppertaler SV und habe da alles eingebracht, was ich konnte. Nun bin ich Spieler von Rot-Weiss Essen und werde hier alles einbringen.“ Den Spitznamen Cristiano ist er dennoch nicht ganz los geworden. Zumindest bei seinen ehemaligen Kollegen in Wuppertal.

Ein persönliches Ziel hat er sich bei seinem neuen Arbeitgeber nicht gesetzt. „Ob ich Tore vorlege oder selber erziele, ist mir aber auch egal“, sagt er und ergänzt: „Ich will mit den Jungs einer super Saison spielen und mit der Mannschaft Gas geben, um das Bestmögliche zu erreichen. Ich bin 22 Jahre alt und will mich unter dem Trainer weiterentwickeln. Ich weiß, dass ich noch einen Schritt nach vorne machen kann.“ Daran ändert die starke Konkurrenz bei RWE nichts: „Abgeschreckt hat mich das auf keinen Fall. Konkurrenz macht einen besser, das war bei mir immer schon so. Das reizt mich auch ein bisschen und bin immer auf meine Spiele gekommen. Wenn ich gebraucht werde, bin ich da.“

Autor: Stefan Loyda

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