08.07.2018

FC Kray

"Aus Quantität Qualität gemacht"

Foto: Michael Ketzer

Muhammet Isiktas, Trainer vom Essener Landesligisten FC Kray, äußert sich zur Saisonvorbereitung, getätigten Transfers und Zielen für die kommende Spielzeit.

Der Essener Landesligist FC Kray konnte in der vergangenen Spielzeit in der Landesliga Niederrhein 2 nach dem Abstieg aus der Oberliga einen guten fünften Platz in der Tabelle belegen, hatte sogar bis kurz vor Schluss noch Chancen auf den direkten Wiederaufstieg, den der Klub letztlich um acht Punkte verpasste. Trainer Muhammet Isiktas hat sich nun in einem Interview mit Soccerwatch.tv zur abgelaufenen Spielzeit, der aktuellen Vorbereitung auf die kommende Saison in der Landesliga und den getätigten Transfers geäußert.

Muhammet Isiktas, Sie sind mit Ihrer Mannschaft vor einer Woche in die Saisonvorbereitung gestartet. Wie fällt Ihr bisheriges Fazit aus?
Meine Jungs haben eine schweißtreibende Vorbereitung vor sich, in der wir die Basis für eine anstrengende Saison legen wollen. Ich bin der Meinung, dass wir Reservesprit im Tank haben müssen, um vor allem in späten Phasen eines Spiels genug Kraft aufbringen zu können. Natürlich ist das für meine Mannschaft eine extrem intensive Zeit, bisher ziehen aber alle gut mit. Jeder Spieler hat das Ziel vor Augen, in die Anfangsformation zu kommen. Wir haben einige Wochen vor uns, in denen wir eine gut formierte Mannschaft an den Start bringen wollen. Selbst die Nummer 24 wird für uns wichtig sein, deshalb muss jeder Spieler in der Vorbereitung an sein Limit gehen.

Wir haben den Ehrgeiz ganz oben mitzuspielen und werden das Maximum aus uns rausholen
Muhammet Isiktas

Der Verein hat in der Sommerpause einige Transfers getätigt. Was versprechen Sie sich von den neuen Akteuren - allen voran von Fatmir Ferati, der mit viel Oberligaerfahrung von Westfalia Herne zum FC Kray gewechselt ist?
Wir saßen bereits im vergangenen Jahr mit unserem sportlichen Leiter Dr. Hartmut Fahnenstich zusammen und hatten zunächst das Ziel, in der Landesliga richtig anzukommen. Es gab viele Stimmen die sogar gesagt haben, dass wir weiter durchgereicht werden. Ich denke, wir haben den Kritikern das Gegenteil bewiesen und sogar lange Zeit um den Wiederaufstieg mitgespielt. Nun haben wir mit gezielten Transfers aus Quantität deutlich mehr Qualität gemacht. Wir haben eine Mannschaft, die das Herz am rechten Fleck hat und nun geht es darum, alle neuen Spieler bestmöglich zu integrieren. Da bin ich guter Dinge, dass uns das gelingen wird. Jeder, der dazu gekommen ist, kann uns sofort weiterhelfen.

In der vergangenen Spielzeit wollten Sie sich in der Liga etablieren. Wie sieht es mit der Zielsetzung für die kommende Saison aus?
Wer mich kennt, der weiß, dass ich da immer etwas vorsichtig bin. Es müssen alle Elemente zusammen passen und wir müssen von Verletzungen verschont bleiben. Dann ist natürlich ein ordentliches Ziel möglich. Wir haben den Ehrgeiz ganz oben mitzuspielen und werden das Maximum aus uns rausholen. Wenn die Teamchemie passt - und darum mache ich mir keine Sorgen - könnten wir aber bis zuletzt das Zeug dazu haben oben mitzuspielen.

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In der ersten Runde des Niederrheinpokals wartet mit Union Nettetal ein Oberligaaufsteiger. Wie bewerten Sie das Los und was erwarten Sie von diesem Spiel?
Ich habe mir bereits ein paar Informationen eingeholt, um da meine Hausaufgaben perfekt zu erfüllen. Union Nettetal ist eine Mannschaft, die temporeichen Angriffsfußball spielt. Wir spielen Zuhause, wollen unser Maximum rausholen und ein gutes Spiel absolvieren. Wir haben mit Sicherheit noch nicht verloren und wollen natürlich eine Runde weiterkommen. Deshalb erwarte ich einen heißen Kampf.

Ihre U19 ist in der vergangenen Saison in die Leistungsklasse abgestiegen. Wie schwer wiegt dieser Qualitäts-Verlust der Mannschaft auch für Ihr Team?
Zunächst einmal tut mir das persönlich extrem leid, da ich mit der U19 vor drei Jahren den Aufstieg in die Niederrheinliga geschafft habe. Das war eine tolle Zeit, in der wir einiges aufbauen konnten. Wir haben den Jungs immer wieder die Chance gegeben, sich auch in der ersten Mannschaft zu beweisen. Der Sprung zwischen der Leistungsklasse und der Landesliga ist nun ein bisschen zu groß, deshalb ist es für uns natürlich ein Nachteil.

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