30.06.2018

RWE

Auch im zweiten Testspiel gelingt kein Tor

Foto: Thorsten Tillmann

0:1 gegen Jeddeloh II! Die Verantwortlichen von Rot-Weiss Essen dürften sich das Testspiel gegen den Regionalliga Nord-Klub durchaus anders vorgestellt haben.

Etwas mehr als 50 Fans hatten die Bergeborbecker mit in die Provinz nach Jeddeloh II begleitet. Die Blicke bei der Ankunft sprachen Bände. „Hier wird Regionalliga gespielt?“, sagte ein Fan über die 53acht-Arena, die eigentlich eher einer kultigen Bezirkssportanlage glich. Dennoch mussten sie schnell feststellen, dass auch der SSV Jeddeloh II - der Ort heißt wirklich so, es handelt sich nicht um die zweite Mannschaft - Regionalliga-Fußball spielt. Der Klub, etwas südlich von Oldenburg gelegen, hatte sich zuletzt gar für den DFB-Pokal qualifiziert. Dort treffen sie auf den 1. FC Heidenheim.

Dass die Mannschaft von Trainer Karsten Neitzel bereits einige anstrengende Einheiten im Trainingslager hinter sich hatte, spielte für den Fußballlehrer dann jedoch keine Rolle mehr. „Das Spiel war zäh“, meinte der ehemalige Bochumer danach. „Aber ich schiebe es nicht auf die Müdigkeit. Dann müssen wir einfacher spielen.“ Ohnehin wirkten die Bergeborbecker spielerisch zwar gefällig, am Ende verpassten sie es jedoch, die nötigen Torchancen herauszuspielen. Und so blieb Rot-Weiss Essen nach dem 0:0 am vergangenen Montag gegen Fortuna Köln erneut torlos.

"Das Ergebnis ist ärgerlich."
Karsten Neitzel

Und wie schon gegen die Domstädter war nun auch das Resultat für Neitzel nicht unerheblich: „Das Ergebnis ist ärgerlich. Wir müssen eigentlich 0:0 spielen und machen dann das Gegentor selbst.“ Dies erzielte zwölf Minuten vor dem Ende Michael Gottschling. Dem ein oder anderen dürfte dieser Name noch aus der Regionalliga West bekannt sein. Der Jeddeloher Top-Scorer war in der Saison 2016/17 für Viktoria Köln aktiv, ehe er wieder Richtung Heimat wechselte.

Richtung Heimat geht es für Rot-Weiss Essen dann am Sonntagmittag nach der letzten Einheit auf dem Trainingsplatz in Herzlake. Dann ist aktive Erholung angesagt, wie Neitzel ankündigt: „Jetzt sind die Jungs völlig kaputt, von daher ist es das aller aller wichtigste ordentlich zu regenerieren. Wenn alles Sinn gemacht haben soll, müssen wir jetzt regenerieren.“

Autor: Stefan Loyda

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