25.06.2018

RWE

Ehemaliger Bayern-Torwart stellt sich vor

Foto: Firo

Das wäre ein Transfer-Kracher für den Regionalligisten Rot-Weiss Essen. Der ehemalige Bayern-Torwart Lukas Raeder (24) stellt sich aktuell an der Hafenstraße vor.

Große Überraschung vor dem ersten Testspiel der Essener gegen Fortuna Köln (ab 14 Uhr live im RevierSport-Ticker): Lukas Raeder wird das RWE-Tor gegen den Drittligisten hüten. Der 24-Jährige läuft mit einer Gastspielerlaubnis auf. Er ersetzt den verletzten Robin Heller (Schulter) und den angeschlagenen Marcel Lenz.

Raeder ist in seiner Heimatstadt Essen kein Unbekannter. Der 1,94 Meter große Torhüter spielte in der Jugend an der Hafenstraße, ehe er in die A-Jugend des FC Schalke 04 wechselte und mit den Königsblauen Deutscher A-Junioren-Meister wurde. Im Sommer 2012 nahm die Karriere des Esseners dann richtig Fahrt auf. Raeder wurde vom FC Bayern München unter Vertrag genommen. Von keinem geringeren als Manuel Neuer durfte Raeder zwischen 2012 und 2014 lernen. Beim FC Bayern München gab er am 12. April 2014 sein Bundesliga-Debüt gegen Borussia Dortmund. Vier Tage später stand er im Halbfinale des DFB-Pokals gegen Eintracht Frankfurt (5:1) zwischen den Pfosten. Seitdem stehen eine deutsche Meisterschaft und der Gewinn des DFB-Pokals in seiner Vita.

Raeder entschied sich anschließend für einen Wechsel ins Ausland. Drei Jahre stand er beim portugiesischen Erstligisten Vitória Setúbal unter Vertrag. 32 Pflichtspiele absolvierte er in dieser Zeit. Da es in seinem dritten Jahr nicht wie gewünscht lief, ging es im vergangenen Sommer nach England. Ein Wechsel in die Premier League scheiterte in letzter Minute, sodass Raeder beim Drittligisten Bradford City landete. Dort verzeichnete er in der letzten Saison nur vier Einsätze. Nun ist der Mann, der seine ersten Schritte als Fußballer beim Essener Amateurverein ESC Rellinghausen machte, auf Vereinssuche.

RWE hat bereits zwei Torhüter unter Vertrag

Nach Informationen dieser Redaktion liegt Raeder eine Anfrage aus der österreichischen Bundesliga vor. Einer Rückkehr in seine Essener Heimatstadt wäre er aber unter Umständen nicht abgeneigt. RWE-Trainer Karsten Neitzel und Manager Jürgen Lucas können sich nun ein Bild vom 24-Jährigen machen, der für die Regionalliga freilich eine enorme Verstärkung wäre. Den Kontakt zu den Rot-Weissen stellte der langjährige Jugendobmann Harald Bründermann her, der Raeder einst in Rellinghausen entdeckte und zum Profitorwart formte.

Fakt ist jedoch: In Robin Heller und Marcel Lenz stehen zwei Torhüter für die kommende Regionalliga-Saison unter Vertrag. Um Raeder zu verpflichten, müsste sich RWE von einem der beiden trennen.

Autor: Martin Herms

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