24.06.2018

Emscher Junior Cup

Hombrucher SV ist Weltmeister

Foto: firo

Der Emscher Junior Cup 2018 ist seit Sonntag Geschichte und hat einen neuen Weltmeister.

Der Hombrucher SV ist Weltmeister. Im Finale im Stadion Niederrhein setzte sich die Mannschaft von Trainer Thorben Kohz in einem dramatischen Spiel mit 4:3 nach Siebenmeterschießen gegen SF Hamborn 07 I durch. Danach kannte der Jubel bei den Dortmundern keine Grenzen.

Volle Tribünen, lachende Kinder und lautstark anfeuernde Eltern. Der als Mini-WM ausgetragene Finaltag in Oberhausen war der krönende und würdige Höhepunkt des Emscher Junior Cup 2018.

Zweimal lag der Hombrucher SV im Finale bereits am Boden. Erst mit dem letzten Angriff in der regulären Spielzeit erzielte das Team den 1:1-Ausgleich. Und auch im anschließenden Siebenmeterschießen lag die Mannschaft zurück. Doch dann wuchs Trainersohn Elias Kohz im Tor der Hombrucher über sich hinaus und parierte gleich zwei Schüsse hintereinander.

Deutschland schied in der Vorrunde aus

Deutschland war da schon lange ausgeschieden. Ob die Jungs des SV Fortuna Bottrop am Samstagabend sechzig Sekunden zu früh zu Bett gegangen sind und den Treffer von Toni Kroos in der Nachspielzeit zum 2:1 gegen Schweden verpasst haben? Jedenfalls konnten sie es der deutschen Nationalmannschaft nicht nachmachen und mussten schon in der Vorrunde die Segel streichen. Stattdessen holte ausgerechnet Deutschland-Schreck Mexiko, für die der HSV an den Start ging, den Titel.

„Das ist geil“, ballte Elias, der auch noch den Titel des besten Torwarts einheimste, die Faust, als er mit der Mexiko-Fahne posierte. Sein Vorbild ist natürlich: „Manuel Neuer“.

„Viel wichtiger als den größten Pokal mit nach Hause zu nehmen, sind aber ohnehin die vielen kleinen Begebenheiten und Dramen am Rande, die dieses Turnier so einzigartig machen“, spendete die Abteilungsleiterin Veranstaltungen der Emschergenossenschaft Silke Wilts allen unterlegenen Mannschaften Trost. Ihr Fazit: „In Oberhausen herrschte wie immer eine super Stimmung und es ist einfach toll zu sehen, wie die Trainer und Spieler hier miteinander umgehen.“

Ihr hatte sich besonders eine Szene ins Gedächtnis eingebrannt, in der ein Junge weinend vom Feld ging, weil sein Team vermeintlich wegen seines Fehlers ein Spiel verloren hat. „Dann sind seine Mitspieler zu ihm gegangen und haben ihn getröstet. Das war richtig stark.“

Die Auszeichnung für den besten Feldspieler ging an Batuhan von Hamborn 07. Den Kreativwettbewerb gewannen die Sportfreunde Königshardt mit einer einzigartigen Auflauf-Show. Sie liefen mit Kuhglocken ein und präsentierten sich in Trikots mit der Aufschrift: „Das Wunder von oBERNhausen.

Bei solch einem Nachwuchs braucht dem deutschen Fußball nicht bange zu werden
Ingo Anderbrügge

Eurofighter Ingo Anderbrügge, der zusammen mit dem Vorstandsvorsitzenden der Emschergenossenschaft Dr. Uli Paetzel die Siegerehrung vornahm, war begeistert: „Bei solch einem Nachwuchs braucht dem deutschen Fußball nicht bange zu werden. Es ist immer wieder schön zu sehen, mit welchem Engagement die Emschergenossenschaft am Ball ist. In der heutigen Zeit kann das gar nicht hoch genug bewertet werden, Kindern Bewegungsmöglichkeiten und die Chance zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu geben.“

Der Emscher Junior Cup 2018 ist seit Sonntag Geschichte. Aber die Vorfreude auf 2019 ist bereits jetzt riesengroß.

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