20.06.2018

Krawall-Abbruch

Mannheim ruft Ständiges Schiedsgericht an

Foto: Getty Images

Das Relegationsspiel gegen den KFC Uerdingen beschäftigt Waldhof Mannheim weiter. Jetzt geht es vor das Ständige Schiedsgericht.

Regionalligist SV Waldhof Mannheim hat die durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB) geforderten Sanktionen nach dem abgebrochenen Play-off-Rückspiel gegen Drittliga-Aufsteiger KFC Uerdingen nicht akzeptiert und stattdessen das Ständige Schiedsgericht des DFB angerufen.

"Wir haben großes Vertrauen in die dort zuständigen Personen und sind zuversichtlich, dass das Verfahren rechtzeitig und professionell abgeschlossen wird", teilte der Verein mit. Die Klageschrift sei bereits am vergangenen Freitag, den 15. Juni, "zur Wahrung der Rechte unseres SV Waldhof Mannheim 07 im aktuellen Zulassungsverfahren" eingereicht worden.

Der Kontrollausschuss des DFB hatte in einem am vergangenen Dienstag zugestellten Strafantrag neun Punkte Abzug für die neue Saison, eine Geldstrafe von 50.000 Euro und die Erfüllung von insgesamt acht Auflagen bis zum Start der Spielzeit 2018/2019 vom Viertligisten gefordert.

Zu den Auflagen, die auch schon vom Klub selbst vorgeschlagen wurden, zählen unter anderem die Aufhebung der Selbstverwaltung des Ordnungsdienstes auf der Osttribüne des Carl-Benz-Stadions, die Verlegung des dortigen Fan-Bereichs, der Ausbau der Videoüberwachung sowie ein Verbot von Blockfahnen.

In der Schlussphase das Relegationsspiels Ende Mai hatten Zuschauer im Mannheimer Bereich massiv Pyrotechnik gezündet, die auch aufs Spielfeld geworfen beziehungsweise geschossen wurde. Die Partie war daraufhin kurz vor Ende der regulären Spielzeit abgebrochen worden und letztlich mit 2:0 für Uerdingen gewertet worden.

Im Nachhinein war bekannt geworden, dass die Feuerwerkskörper offenbar im Rahmen einer am Vorabend veranstalteten Grillparty der Mannheimer Ultras in der Arena deponiert wurden.

Autor: sid

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