20.06.2018

"Sehr gute Konstellation"

Gruev lobt Grlic' Transferpolitik

Foto: firo

Der MSV Duisburg hat auf die namhaften Abgänge mit Verpflichtungen von gestandenen Zweitliga-Spielern und verheißungsvollen Talenten reagiert. Der Klub sieht sich damit besser aufgestellt als zuvor.

Das Telefon von Sportdirektor Ivica Grlic dürfte in den zurückliegenden Wochen heiß gelaufen sein. Auf der Suche nach punktuellen Verstärkungen ist der 42-jährige Ex-Profi gleich mehrfach aktiv geworden, hat mit Richard Sukuta-Pasu (SV Sandhausen), John Verhoek (1. FC Heidenheim) und Daniel Mesenhöler (Union Berlin) gleich drei Zweitliga-Spieler für den MSV begeistern können. Mit Yanni Regäsel konnte zudem ein spielstarker Rechtsverteidiger verpflichtet werden, der bereits 16 Auftritte in Deutschlands höchster Spielklasse vorzuweisen hat.

Die ausgesprochen zeitraubende Transferaktivität des Duisburger Managers war jedoch nicht anders zu erwarten. Denn die Helden vergangener Tage werden den Meiderichern in der neuen Spielzeit nicht weiter zur Verfügung stehen. Torhüter Mark Flekken macht den nächsten Schritt seiner Karriere und schließt sich dem SC Freiburg an. MSV-Legende Branimir Bajic wird dem Profifußball mit 38 Jahren den Rücken kehren, beendete seine Karriere unlängst. Für Aufstiegsheld Kingsley Onuegbu ist das Kapitel bei den Meiderichern beendet, der Deutsch-Nigerianer sieht sich derzeit nach einem neuen Arbeitgeber um.

Offener Konkurrenzkampf im Tor

Dass mit Mesenhöler ein neuer Torhüter transferiert werden konnte und auf allen weiteren Ebenen frühzeitige Transfers perfekt gemacht werden konnten, scheint angesichts der verlorenen Spieler die logische Konsequenz zu sein. MSV-Trainer Ilia Gruev zeigt sich mit den Neuzugängen und dem neuen Duisburger Kader mehr als zufrieden. "Das Scouting und Ivo haben einen guten Job gemacht. Die neue Mannschaft: Eine sehr gute Konstellation", hält Gruev auf den zukünftigen Kader große Stücke.

Ziel sei es, mit den neuen Spielern viele Dinge zu besprechen und sie schnell zu integrieren. Durch die Verpflichtungen von Sukuta-Pasu, Verhoek, Mesenhöler und Regäsel möchten die Verantwortlichen ein Zeichen setzen, den Konkurrenzkampf beim MSV neu entfachen. Gruev sei es wichtig, mit Davari und Mesenhöler zwei konkurrenzfähige Torhüter in seinen Reihen zu haben.

34 Spiele, 34 Tore

Im Angriff dürften die Qualität und der Wettstreit um die erste Elf noch größer sein als in den letzten Jahren. Wenn Gruev über seine neuen beiden Stürmer berichtet, gerät der 48-Jährige förmlich ins Schwärmen. "Mit Richy und John bekommen wir zwei gestandene Spieler hinzu. Mit ihnen sind wir deutlich variabler, kräftiger, schneller", freut er sich schon jetzt auf mehr Flexibilität im Duisburger Angriffsspiel. Dass mit Sukuta-Pasu (6 Tore) und Verhoek (10) die jeweils treffsichersten Spieler ihrer Mannschaften verpflichtet werden konnten, freut den Bulgaren umso mehr.

Gemeinsam mit den bisher gesetzten Stürmern Boris Tashchy (11 Tore) und Stanislav Iljutcenko (7) brachte es der zukünftige Zebra-Sturm in der Saison 2017/2018 auf insgesamt 34 Tore. Dass Gruev mit der Arbeit seines Partner zufrieden ist, scheint angesichts dieser Zahlen nicht weiter verwunderlich. Dass Grlic ebenjene Transfers tätigen musste, macht das Duisburger Urgestein an einem nicht zu vernachlässigenden Fakt fest. Grlic: "Nach oben zu kommen, das ist einfach. Schwierig wird es sein, die vergangene Saison zu bestätigen. In der Breite sind wir jetzt noch besser aufgestellt."

Weitere Transfers nicht ausgeschlossen

Ab kommenden Sonntag (24.06.) werden sowohl Grlic als auch Gruev alles daran setzen, die Grundlagen für diese Bestätigung zu legen. Grlic jedenfalls ist frohen Mutes. "Ich habe Lust auf die neue Saison", bekräftigt der 42-Jährige, der weitere Transfers nicht gänzlich ausschließen möchte: "Man hält die Augen offen, falls sich etwas ergeben sollte." Bis zum Trainingsauftakt dürfte aber wohl nicht mehr allzu viel passieren. Ob Grlic danach nochmal zum Telefon greifen wird, wird die nähere Zukunft zeigen.

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