19.06.2018

Wattenscheid

Buckmaier über die Neuen und die Vision der SGW

Foto: Thorsten Tillmann

Am Mittwoch (15.30 Uhr) steigt Regionalligist Wattenscheid 09 in die Vorbereitung auf die kommende Saison ein.

Wir sprachen vorab mit Kapitän Nico Buckmaier (25) über die Neuen im Kader, das Ziel für die kommende Saison und die mittelfristige Vision des Traditionsvereins.

Nico Buckmaier, am Mittwochabend geht es wieder los. Wie haben Sie in der Sommerpause abgeschaltet?
Da ich durchgehend gearbeitet habe, war das etwas schwierig. Nach dem letzten Saisonspiel in Oberhausen sind wir mit einigen Mannschaftskollegen nach Mallorca geflogen. Da spielte der Fußball mal nicht die Hauptrolle (lacht). Und natürlich habe ich einen Teil der freien Zeit mit meiner Freundin verbracht.

Es hat wieder einmal Abgänge von Leistungsträgern gegeben. Sie sind trotz guter Angebote geblieben. Was waren Ihre Gründe dafür?
In erster Linie das Standing, das ich mir hier in Wattenscheid erarbeitet habe. Zum anderen meine Ausbildung. Ich wohne in Gelsenkirchen, fahre zwei Minuten zum Platz und fünf zu meiner Arbeitsstelle. Man muss sich gut überlegen, wofür man das weggeben würde. Und außerdem wissen Trainer Farat Toku und ich, was wir aneinander haben.

[infobox-right]Seit dieser Saison ziert ein neuer Schriftzug die Brust der Wattenscheider Spielkluft. Das Multisportzentrum WTC Camp Sports ist ab sofort neuer Trikotsponsor des Regionalligisten. Außerdem gibt es eine weitere Besonderheit: Auf der Vorderseite sind Wattenscheider Landmarken abgebildet. Darunter natürlich auch das Lohrheidestadion. Das mache „jedem Fußballfan und Lokalpatrioten deutlich, in welcher Stadt und in welchem Stadion das Herz der SG 09 schlägt“, wie der Klub auf seiner Homepage verlauten lässt. [/infobox]

Spielt bei Ihnen die Heimatverbundenheit eine besondere Rolle? Und wie hat die Wattenscheider Vergangenheit Ihres Vaters dazu beigetragen?
Das hat in der Anfangszeit sicher eine größere Rolle gespielt. In der Zwischenzeit ist das etwas abgestumpft. Es bringt ja nichts, immer davon zu reden, dass der Verein vor 25 Jahren mal in der Bundesliga gespielt hat. Das ist irgendwann sogar hinderlich. Wir wollen schließlich etwas eigenes schaffen.

Bislang hat die SGW drei neue Leute für die neue Spielzeit geholt. Wie ist Ihr Eindruck?
Bislang bin ich positiv gestimmt. Stand jetzt ist unsere Planung natürlich noch nicht abgeschlossen, aber das war in den vergangenen Jahren ja nie anders. Sollte aufgrund dessen jemand nervös werden, kann er sich gern das Beispiel Joseph Boyamba anschauen. Er hat sich bei uns über das Probetraining empfohlen und war dann ein Gewinn für uns. Ich bin mir ganz sicher: Zum ersten Meisterschaftsspiel werden wir eine gute Mannschaft auf den Rasen schicken können.

Dennoch wird es wohl nur ein Ziel geben, richtig?
Wenn wir nur auf die Liga schauen, kann es für uns vorrangig nur um den Klassenerhalt gehen. Allerdings sollten wir auch auf die Qualifikation für den DFB-Pokal achten. Das ist ein Ziel, das Fans, Verein und wir Spieler immer vor Augen haben sollten. Denn die Mehreinnahmen bringen uns weiter und es macht brutal viel Spaß, gegen eine Profi-Mannschaft zu spielen. Und wer sagt, dass wir nicht so ein Wunder schaffen können, wie es Lotte mal vollbracht hat?

Wird es in diesem Jahr dennoch schwieriger? Schließlich leistet die SGW seit drei Jahren schon Unglaubliches. Mittlerweile dürfte sich die öffentliche Wahrnehmung verändert haben.
Zu der Warhnehmung von außen kann ich nicht so viel sagen. Ich habe aber gemerkt, dass die Gegner uns nicht mehr unterschätzen. Ich glaube aber nicht, dass es aufgrund dessen für uns schwieriger wird.

Der Verein hat vor einiger Zeit angedeutet, dass er mittelfristig die Rückkehr in den Profifußball plant. Hat Sie das überrascht?
Überrascht hat es mich nicht. Ich habe mich vorher mit den handelnden Personen ausgetauscht. Demnach weiß ich von den Plänen, und es sind große Pläne. Das muss auch so sein. Wir spielen seit vier Jahren in der Regionalliga. Irgendwann müssen wir uns entwickeln. Dafür arbeitet unsere Vereinsführung hart. Wichtig ist jedoch, das alles richtig zu verstehen: Es sind mittelfristige Pläne. Niemand in Wattenscheid sagt, dass wir in diesem Jahr oben angreifen werden.

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