17.06.2018

Gehörlosen-Auswahl

Deutschland besiegt Serbien

Foto: Gero Helm

Die Generalprobe ging noch verloren, aber als es ans Eingemachte ging, war die deutsche Auswahl zur Stelle.

Mit 7:1 (1:0) besiegte die Fußball-Nationalmannschaft der Gehörlosen im Wattenscheider Lohrheidestadion den Gegner Serbien. Damit steht die Mannschaft von Bundestrainer Frank Zürn als Teilnehmer der Europameisterschaft in Griechenland im kommenden Jahr fest.

Eine große Überraschung war das nicht. „Wir haben unsere Favoritenrolle bestätigt. Ich habe damit gerechnet, dass wir uns qualifizieren“, erklärte Zürn, der es dennoch „erfreulich“ fand, dass seine Elf mit einem derart hohen Ergebnis das Ticket für die EM 2019 gelöst hatte. Dort kann die Auswahl des Deutschen Gehörlosen-Sportverbandes (DGSV) unter anderem auf den Dreifach-Champion treffen. Denn auch in Griechenland wird Olympiasieger und Welt- und Europameister Türkei wieder die Favoritenrolle einnehmen.

Die Rolle seines Teams sei bei der Eurodeaf, wie die EM der Gehörlosen heißt, nicht zu unterschätzen. „Mit etwas Losglück können wir weit kommen“, betont Zürn und erinnert an 2015. Da wurde seine Elf Zweiter. Beim entscheidenden Qualifikationsspiel in Wattenscheid war der Bundestrainer nicht vollständig zufrieden. „Auch wenn es nach einem 7:1 unlogisch klingt: Wir hätten mehr Tore schießen müssen“, kritisierte er. Die Ursache war für ihn klar: „Wir haben uns dem Tempo der Serben angepasst. Das war anders als im letzten Testspiel.“

Nach der Pause dreht das Team auf

Der Motor der deutschen Auswahl lief erst nach dem Wechsel auf Hochtouren. Dem 1:0 von Alexander Peters ließen die Doppeltorschützen Jonathan Seldmayer, Raisi Zalla und David Plank weitere Treffer folgen.

Zwei Tage zuvor hatte die DGSV-Elf die Generalprobe verloren. Gegen den Westfalen-Oberligisten Westfalia Herne unterlag die Nationalmannschaft – ebenfalls im Lohrheidestadion – mit 0:2.

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