28.05.2018

Nach dem Aufstieg

So plant der SV Lippstadt die Regionalliga

Foto: Robert Gertzen

Nach vier Jahren in der Oberliga Westfalen hat der SV Lippstadt die Rückkehr in die Regionalliga West geschafft. Abheben wollen die Ostwestfalen deshalb aber nicht.

Dabei sah es Anfang Oktober noch gar nicht danach aus, dass die Saison so ein Ende nehmen würde. Nach elf Spieltagen standen die Lippstädter gerade einmal auf dem elften Tabellenplatz und waren Meilensteine von einem möglichen Aufstieg entfernt. Erst mit dem Trainerwechsel von Stefan Fröhlich zu Daniel Berlinski setzte der Erfolg ein. RevierSport sprach im Anschluss an den 1:0-Erfolg gegen die Sportfreunde Siegen und dem damit verbundenen Aufstieg mit dem Sportlichen Leiter der Lippstädter, Dirk Brökelmann.

Herr Brökelmann, herzlichen Glückwunsch zum Aufstieg. Wie groß ist die Freude und die Erleichterung, vor allem auch im Hinblick auf den vergebenen Matchball gegen Kaan-Marienborn in der Vorwoche?
Wir sind einfach übermäßig glücklich. Wenn uns das jemand im Oktober gesagt hätte, dann hätten wir ihn für verrückt erklärt. Was seit Oktober passiert ist, war grandios. Wir wollen das jetzt einfach genießen. Durch die Meisterschaft geht der Spaß am Donnerstag (Entscheidungsspiel um die Teilnahme am DFB-Pokal gegen Rödinghausen, Anm. d. Red.) sogar noch weiter.

Welchen Anteil hat Trainer Daniel Berlinski, der seit seiner Amtsübernahme nur drei Spiele verlor, an dem Erfolg?
Daniel Berlinski hat einen riesigen Anteil an unserem Erfolg. Er hat es innerhalb kürzester Zeit geschafft, den Jungs Selbstvertrauen und ein System zu geben. Die Mannschaft folgt ihm blind und es macht einfach Spaß, mit ihm zu arbeiten.

Jetzt geht es in der kommenden Saison in der Regionalliga weiter. Inwieweit beeinflusst der Aufstieg jetzt auch nochmal die Kaderplanung?
Da mache ich mir im Moment keine großen Gedanken drüber. Wir werden den Erfolg erst einmal genießen. So lange haben wir ja keine Zeit dafür und dann werden wir in aller Ruhe an die Planungen für die Regionalliga gehen. Unser Kader steht weitestgehend und dann schauen wir, was noch geht.

In den letzten Jahren lautete die Devise des SV Lippstadt immer, Leute aus der Region zu verpflichten. Wir das auch in der Regionalliga weiterhin der Fall sein?
Ja. Wir werden unseren Weg auf keinen Fall verlassen. Wir wollen und werden mit jungen Spielern aus der Region arbeiten. Hier in Lippstadt wird man kein Harakiri oder so etwas in der Art erleben. Der Weg, den wir bis jetzt gegangen sind, ist auch der Weg, der uns zum Aufstieg gebracht hat und so werden wir auch weitermachen.

Autor: RS

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