26.05.2018

VfB Homberg

Die überragende Rückrunde soll gekrönt werden

Foto: Thorsten Tillmann

Mit einem Sieg gegen Schonnebeck könnte Homberg für den nächsten Wechsel an der Oberliga-Spitze sorgen – oder sich selbst die Mini-Chance offen lassen

Was er vor der Saison zu einer möglichen Prognose gesagt hätte, dass der VfB Homberg im letzten Heimspiel der Saison als Dritter den Rückstand zum Spitzenreiter auf drei Zähler verkürzen können würde? Stefan Janßen schmunzelt. „Im Nachhinein würde ich antworten: Du hast Ahnung“, lacht der Coach.

Damit trifft der Trainer der Homberger den Nagel auf den Kopf. Seine Kicker haben morgen die Chance, eine starke Saison mit dem letzten Auftritt am Rheindeich zu krönen. Um 15 Uhr empfangen die Gelb-Schwarzen Spitzenreiter SpVg Schonnebeck – und dann ist alles denkbar: von einer vorzeitigen Meisterfeier bis zum Führungswechsel in der Tabelle.

13 Heimspiele ohne Niederlage
„Theoretisch kann Schonnebeck den Aufstieg bei uns perfekt machen und wird entsprechend motiviert zu Werke gehen“, sagt der Coach. Doch erstens bräuchten die Essener dafür einen Sieg des SC Düsseldorf-West gegen den einen Punkt zurückliegenden Zweiten SV Straelen – und zweitens einen eigenen Sieg in Homberg. Und dass die Serie von 13 Partien ohne Niederlage ausgerechnet im letzten Heimspiel reißt, will der VfB unbedingt verhindern. „Natürlich kann es passieren, dass man gegen den Spitzenreiter verliert. Es ist nicht davon auszugehen, dass wir mal eben gewinnen. Aber wir haben den Ehrgeiz, unserem Publikum noch einmal zu zeigen, dass wir gegen einen Tabellenführer gewinnen können.“ Das war zuletzt im vorangegangen Heimspiel gegen den SV Straelen der Fall – nun kann Homberg erneut für einen Führungswechsel sorgen. Neben dem Fair-Play-Gedanken bezüglich des Wettkampfs geht es dabei theoretisch auch noch für den VfB selbst um etwas. „Unser primäres Ziel ist es, den dritten Platz zu festigen“, sagt Janßen. „Und sollte tatsächlich der Fall eintreten, dass Schonnebeck und Straelen ihre letzten beiden Spiele jeweils noch verlieren, dann müssen wir da sein, wo Schonnebeck jetzt steht.“ Dazu müsste der VfB morgen und in einer Woche bei TuRU Düsseldorf gewinnen. Der komplette Kader steht jedenfalls zur Verfügung.

Doch auch ohne den Platz an der Sonne wird den Hombergern mit Blick auf die Saison schon warm ums Herz. Die Oberliga-Bestmarke, die der VfB mit 53 Punkten nach dem Aufstieg im Vorjahr als Siebter aufgestellt hatte, hat das Team schon jetzt um sechs Zähler überboten. In der Endabrechnung lag der VfB 19 Punkte hinter den zweitplatzierten Schonnebeckern. Ein Jahr später können die Homberger den Abstand auf drei Zähler verkürzen. „Nach einigen Ausfällen in der Hinrunde haben wir uns kontinuierlich in der Chancenverwertung verbessert und in der Defensive stabilisiert“, nennt Janßen auch Neuzugänge wie Julien Rybacki, Ferdi Acar und Mike Koenders als Faktoren für die enorme Entwicklung. „Aber auch der Großteil der Mannschaft, die schon länger zusammenspielt, hat einen Leistungsschub erfahren.“ Fest steht für den Trainer. „Wir haben eine überragende Rückrunde gespielt. Und der wollen wir die Krone aufsetzen.“

Autor: Sven Kowalski

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