25.05.2018

Waldhof Mannheim

Heimstärke soll Aufstieg möglich machen

Foto: MaBoSport

Die 0:1-Niederlage gegen den KFC Uerdingen ist für den SV Waldhof Mannheim noch längst kein Knock-Out. Alles ist möglich, im heimischen Stadion soll der ersehnte Aufstieg noch gelingen.

Zwischen Waldhof Mannheim und dem KFC Uerdingen geht es nicht nur um den Aufstieg in die Dritte Liga. Beide Traditionsklubs spielten auch jahrelang in der Bundesliga. Trotz der längst vergangenen ruhmreichen Zeiten ist die Kulisse bei beiden Vereinen definitiv mehr als viertklassig. Doch das ist nicht die einzige Gemeinsamkeit der beiden Kontrahenten um den Aufstieg.

Wie Stefan Krämer beim KFC Uerdingen übernahm auch Bernhard Trares erst im Winter den Trainerjob und führte Waldhof erfolgreich in die Aufstiegsrunde zur Dritten Liga. Beide Teams sicherten sich zudem erst im Saisonendspurt den Relegationsplatz. Der SV Waldhof erreichte Platz zwei hinter dem 1. FC Saarbrücken, setzte sich dabei unter anderem gegen die Offenbacher Kickers durch.

Die Aufstiegsduelle lagen der Trares-Elf in den vergangenen Jahren allerdings überhaupt nicht. Bereits in den letzten zwei Saisons scheiterte der SVW nur knapp in der Relegation. 2016 zog Waldhof gegen die Sportfreunde Lotte den Kürzeren, ein Jahr später dann das bittere Aus im Elfmeterschießen gegen Meppen. Was den Süddeutschen Mut machen könnte, ist ihre Heimstärke. Im ausverkauften Carl-Benz-Stadion will Waldhof die 0:1-Niederlage beim KFC Uerdingen herumbiegen. Von 18 Heimspielen in der Regionalliga Südwest holte Mannheim immerhin zehn Siege, die letzte Heimpleite datiert vom 24. Februar.

Die Hinspielniederlage hat uns eher noch mehr Mut gemacht, als dass sie uns den Mut komplett genommen hat!
Mannheim-Stürmer Nicolas Hebisch

Spieler und Trainer hatten sich für das Hinspiel in Duisburg sehr viel vorgenommen. Auch wenn noch lange nichts entschieden ist, wirkten die Mannheimer unmittelbar nach dem Spiel doch leicht geknickt. An der Leistung hat es nicht gelegen, eher an der mangelnden Verwertung zahlreicher hochkarätiger Torchancen. Des Öfteren scheiterte die starke Offensivreihe um Topstürmer Nicolas Hebisch am überragenden Uerdinger Schlussmann René Vollath. Die großen Kampfansagen für das Rückspiel blieben zwar aus, aufgeben will sich in Mannheim aber noch niemand. „Wir haben noch alle Chancen. Die Hinspielniederlage hat uns eher noch mehr Mut gemacht, als dass sie uns den Mut komplett genommen hat“, sagte Hebisch mit Blick auf die Partie am Sonntag.

Autor: Fabian Kleintges-Topoll

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