16.04.2018

Schalke

Mit zwei Siegen geht's satt in die Königsklasse

Foto: firo

Zum ersten Mal seit September 2014 gewann Schalke ein Revierderby. "Wir haben eine lange Durststrecke beendet", sagte Torwart Ralf Fährmann.

Wann Schalkes letzter Derby-Sieg war, wusste Ralf Fährmann noch ganz genau: Am 27. September 2014 – „ich kann mich noch gut erinnern, weil es an meinem Geburtstag war“, lachte Schalkes Kapitän. Man soll die Feste halt feiern, wie sie fallen – so auch diesmal, als Schalke nach vier Jahren wieder den schwarz-gelben Erzrivalen bezwang und damit „eine lange Durststrecke beendete.“

Fährmann war neben Max Meyer – der aber diesmal nur auf der Bank saß – der einzige Schalker Spieler, der schon einen Derby-Sieg in seiner Vita hat. Leon Goretzka war zwar damals vor vier Jahren auch schon auf Schalke, kam in dem Spiel aber nicht zum Einsatz. Augenzwinkernd meinte Goretzka aber: „Bei dem 4:4 bin ich ja erst beim 0:4 eingewechselt worden – insofern war das damals schon ein halber Derby-Sieg für mich...“

Beide wissen aber, was es braucht, um so einen Derby-Sieg zu erringen. Fährmann: „Die erfolgreichsten Derbys bestreitest du immer, wenn du mit voller Leidenschaft reingehst.“ Da hatte Schalke diesmal offenbar ein Plus gegenüber dem Nachbarn. „Wir haben das Herz in die Hand genommen“, jubelte Fährmann.

Schalke-Torjäger Burgstaller: "Das war einfach geil"
Auch Guido Burgstaller nahm die Glückwünsche gerne an – „das war einfach geil“, sagte Schalkes Torjäger zu dem Erlebnis auf dem Rasen. Aber Gratulationen zum wohl bevorstehenden Einzug in die Champions League wehrte „Burgi“ noch ab: „Fix ist es erst, wenn rechnerisch nichts mehr geht.“ Schalke will erst den Deckel auf die Qualifikation machen – und sich dann auf die Königsklasse freuen.

Acht Punkte Vorsprung hat Schalke jetzt auf den fünften Tabellenplatz, der „nur“ in die Europa League führt – bei noch vier ausstehenden Spielen ein schönes Polster, aber eben noch kein Ruhekissen. Leon Goretzka weist darauf hin, dass bei dem Restprogramm noch Stolperfallen lauern: Schalke spielt noch auswärts in Köln und Augsburg sowie daheim gegen Mönchengladbach und Frankfurt. Fünf Punkte fehlen rechnerisch noch, mit zwei weiteren Siegen wäre Schalke satt durch.

Doch die Mannschaft will weiter von Spiel zu Spiel schauen: „Damit sind wir die ganze Saison gut gefahren“, sagt Burgstaller – und schmunzelt: „Aber es war ein wichtiger Schritt, dass wir das Derby gewonnen haben.“

Autor: Manfred Hendriock

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