16.04.2018

RWE

Platzek ist sauer auf sich selbst

Foto: Michael Gohl

Marcel Platzek war in Köln mal wieder der Unruhestifter in der gegnerischen Abwehr. Ein Treffer wollte dem Essener Top-Torschützen jedoch nicht gelingen.

Seine Bilanz ist wieder einmal bemerkenswert. In seinen 26 Einsätzen in dieser Saison konnte er bereits elfmal einnetzen, acht weitere Tore vorbereiten. In der Offensive ist der gebürtige Moerser zweifelsfrei wichtigster Akteur auf Seiten der Bergeborbecker. Gott sei Dank, werden sich die Fans von Rot-Weiss Essen denken, steht der Mittelstürmer bis 2020 noch unter Vertrag. Schließlich waren nach Informationen dieser Redaktion an dem 27-Jährigen im Winter unter anderem die Sportfreunde Lotte interessiert.

Ein Wechsel kam jedoch nicht in Frage. Schließlich ist Platzek einer der wichtigsten Identifikationsfiguren auf Seiten des Deutschen Meisters von 1955. Beim Auswärtsspiel bei Viktoria Köln wollte ihm jedoch kein Treffer mehr gelingen. Obwohl er, mit Ausnahme des Lattentreffers von Timo Becker die wohl beste Essener Möglichkeit des Spiels hatte. „Eigentlich treffe ich ihn richtig, aber ich bin sauer auf mich, dass ich das nicht geschafft habe. Sonst hätten wir wohl 1:0 gewonnen“, sagte Platzek nach der Partie angefressen.

Dass die Mannschaft von Trainer Karsten Neitzel gegen den Aufstiegsfavoriten gut gestanden und nur wenig Tormöglichkeiten zugelassen hat, ist dennoch etwas, was für die schwierigen Spiele in den nächsten Wochen gegen Aachen, Wiedenbrück oder Rot-Weiß Oberhausen Mut geben kann. Zumal sie den Domstädtern auch im Aufstiegskampf einen erheblichen Dämpfer hinzugefügt hat. Für Platzek jedoch kein Thema: „Wir wussten, dass das eine richtig gute Truppe ist. Gegen wen wir spielen, ist mir aber egal.“

Die positiven Dinge aus dem Spiel hatte Neitzel jedoch im Mannschaftskreis nach der Partie noch einmal hervorgehoben. Das verriet Platzek, ohne genau drauf eingehen zu wollen: „Er gibt uns immer ein paar Sätze mit auf den Weg. Was da gesagt wurde, bleibt intern. Aber er hat gesagt, dass wir durch unsere Chancen auch einen hätten machen und das Spiel hätten gewinnen können.“ Das können sie dann am kommenden Samstag gegen Alemannia Aachen angehen, zumal es dieses Mal nicht ein englische Woche geht: „Ich spiele eigentlich gerne, aber das tut uns allen mal gut. Wir werden am Montag auslaufen und ab Mittwoch bereiten wir uns auf Aachen vor und gewinnen hoffentlich.“

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