14.04.2018

Mölders in Gala-Form

Auf Dreierpack folgt lupenreiner Hattrick

Foto: dpa

1860 München kann sich bereits auf die Aufstiegsspiele in die 3. Liga vorbereiten. Sechs Spieltage vor Schluss liegt 1860 elf Punkte vor der Zweitvertretung des Lokalrivalen FC Bayern München.

Einer, der einen wesentlichen Anteil an der nahezu perfekten Viertliga-Meisterschaft des ehemaligen Bundesligsten haben wird, ist Sascha Mölders.

Der gebürtige Essener wurde erst am 20. März 33 Jahre alt. Mit dem Alter scheint der Mittelstürmer nur noch stärker zu werden. Am vergangenen Wochenende führte Mölders die Löwen beim 3:1-Erfolg in Schweinfurt mit drei Treffern im Alleingang zum 21. Saisonsieg. Am Samstag unterstrich Mölders, dass er sich aktuell in Gala-Form befindet. Beim 5:0-Kantersieg über den VfB Eichstätt - immerhin Tabellensechster der Regionalliga Bayern - gelang Mölders ein lupenreiner Hattrick. Der ehemalige Bundesligastürmer des FC Augsburg traf in der 2., 29. und 32. Minute.

28 Spiele, 17 Tore, 14 Vorlagen

Mölders absolvierte in der laufenden Saison 28 Ligaspiele für die Blauen aus München und erzielte bislang 17 Treffer, 14 weitere Tore bereitete er vor. Trotzdem: Die Zukunft des Familienvaters ist noch offen.

Der ehemalige Duisburger und Essener würde gerne in München bleiben. Es gab bereits Gespräche mit 1860-Sportchef Günther Gorenzel. Diese führt Mölders alleine - ohne Berater. Doch zum Erfolg haben die Unterhaltungen zwischen Mölders und 1860 noch nicht geführt. "Ich bin alt genug, ich weiß wie das Geschäft läuft. Aber bisher gibt es noch nicht einmal etwas Schriftliches", wird der Torjäger in der Bild-Zeitung zitiert. Dass er gerne für 1860 weiter spielen würde, unterstreicht er nochmals: "Ich spiele nicht mehr wegen des Geldes. Mein Ziel ist der Aufstieg und die 3. Liga mit 1860. Aber ich würde für die Löwen und diese Fans auch noch ein Jahr in der Regionalliga die Knochen hinhalten."

Zuletzt wurde in München das Gerücht gestreut, dass Mölders sich eine Sonderklausel in den Vertrag schreiben lassen will. Diese sollte beinhalten, dass er jederzeit nebenher auch als Trainer arbeiten darf. Gegenüber der Bild-Zeitung wehrt sich Mölders gegen das Gerücht: "Nein. Zuletzt kam komischerweise an die Öffentlichkeit, dass ich dem Verein schriftlich versichern soll, dass ich keinen Posten als Trainer annehmen werde. Das gehört sich nicht. Denn ich habe nie gesagt, dass ich nächste Saison als Coach nebenher arbeiten möchte." Bleibt abzuwarten, wie die Verhandlungen zwischen Mölders und 1860 enden. An mangelnder Torgefährlichkeit des Stürmers wird die Vertragsverlängerung jedenfalls nicht scheitern.

Autor: Krystian Wozniak

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