Rekordverdächtiger KFC

Seit über 2 Jahren ungeschlagen

Sven Bednarz
11. April 2018, 08:27 Uhr

Foto: Thorsten Tillmann

Die letzte Heimspielniederlage im Ligabetrieb datiert vom 3. April 2016. Gegner damals: 1. FC Bocholt. Liga damals: Oberliga Niederrhein.

Von 15 Partien in der heimischen Grotenburg hat der KFC Uerdingen in dieser Saison zehn gewonnen, fünf weitere Male wurden die Punkte geteilt. Im letztjährigen Aufstiegsjahr konnten die Krefelder gar 14 von 17 Begegnungen für sich entscheiden, dreimal durfte der Gast Punkteteilungen bejubeln. In der Spielzeit 2015/2016 holte der Uerdinger Klub aus den letzten fünf Heimspielen elf Punkte, musste sich in der Endphase der Saison somit keinem Gegner mehr geschlagen geben.

In Summe ist der KFC damit seit 37 (!) Ligaspielen ungeschlagen, was einem Zeitraum von knapp 750 Tagen entspricht. Es ist also nicht verwunderlich, dass der derzeitige Tabellenführer der Regionalliga West auch im Heimtableau ganz oben steht. Unter Ex-Trainer Michael Wiesinger war für die Kontrahenten bereits wenig bis gar nichts zu holen, mit Stefan Krämer mutiert der KFC Uerdingen zu einer regelrechten Heimmacht. Dem überraschten Krämer fuhr zur überragenden Serie des KFC eine ebenso lässige Antwort über die Lippen: "Cool, muss man sagen."

Im ersten Spiel unter seiner Regie wurde Westfalia Rhynern mit 7:0 überrollt, dem 1:1-Remis gegen Viktoria Köln folgten die zuletzt nicht minder beeindruckenden Siege gegen RWO (4:2) und Wegberg-Beeck (3:0). Krämer schaffte es innerhalb kürzester Zeit, von Wiesingers favorisierter Kompaktheit auf absolute Angriffslust umzustellen. In vier Krämer-Heimspielen konnten bis dato zehn Punkte eingefahren und 15 Treffer erzielt werden. Zum Vergleich: Wiesinger brauchte für dieselbe Anzahl geschossener Tore insgesamt elf Spiele.

Cool, muss man sagen.
KFC-Trainer Stefan Krämer über die Heimbilanz seiner Mannschaft

Wenn Krämer den 3,75-Tore-Schnitt bis zum Saisonende halten kann und die Gegner unter seiner Leitung nach wie vor nichts zu holen haben, scheint der ganz große Coup tatsächlich möglich zu sein. Der 38. Grotenburger Streich, der die Aufstiegsträume des KFC wahren soll, soll bereits in der kommenden Woche (22.04., 14 Uhr) folgen: Die Fortuna ist zu Gast und wird dann ein gewaltiges Kontrastprogramm erleben. Denn: Die Landeshauptstädter haben ihr jüngstes Auswärtsspiel mit 1:2 beim Tabellenletzten Westfalia Rhynern verloren - ebenjenem Tabellenletzten, den der Tabellenführer im ersten Spiel unter Stefan Krämers Leitung mit 7:0 nach Hause geschickt hat. Den Fortunen steht in jedem Fall ein harter Gang nach Krefeld bevor.

Autor: Sven Bednarz

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