19.03.2018

Schalke II

Cinel verrät: Zukunft der U23 ist offen

Foto: Joachim Kleine-Büning

Nach der bitteren 0:1-Niederlage beim TuS Haltern sind auch die letzten Aufstiegshoffnungen von S04 endgültig begraben. Onur Cinel blickt auf die Zukunft.

Bereits viele Bundesligisten haben in den vergangenen Jahren ihre U23 zurückgezogen, unter anderem Bayer 04 Leverkusen und der VfL Bochum. Der FC Schalke 04 hat sich mit diesen Überlegungen auch nach dem enttäuschenden Regionalliga-Abstieg in der vergangenen Saison bisher nicht beschäftigt, zumindest noch nicht. Besonders für die jungen Spieler, die aus der erfolgreichen Knappenschmiede des Vereins stammen, soll der Weg in den Profibereich neben möglichen Ausleihen zu anderen Vereinen auch besonders durch Spielpraxis in der U23 erleichtert werden.

Dieses Sprungbrett könnte jetzt eventuell auch bei den Königsblauen kritisch hinterfragt werden, sicherlich auch aus Kostengründen. Denn die Zielsetzung war ambitioniert, der direkte Wiederaufstieg das große Ziel des Vereins um Teammanager und Schalke-Legende Gerald Asamoah, der nach der Pleite in Haltern das Feld mit einer bösen Miene verließ. Aktuell liegt die Mannschaft von Onur Cinel weit hinter den Erwartungen zurück. Zu inkonstant sind die Schalker, die mit einer mauen Bilanz von 24 Punkten (sechs Siege, sechs Unentschieden, sechs Niederlagen) bereits satte zwölf Zähler hinter einem Aufstiegsplatz liegen. Cinel hat es nicht geschafft, aus einem hochkarätig besetzten Kader eine erfolgreiche Mannschaft zu formen. Platz neun nach 18 Spielen ist ein blamables Ergebnis.

Auf Nachfrage, wie es mit der U23 in Zukunft weiter gehen solle, gab Cinel bekannt, dass es bereits eine Pro- und Contra-Diskussion um die Situation gegeben hat. In zwei bis drei Wochen solle es zudem zu einem weiteren Treffen mit Sportvorstand Christian Heidel, Trainer Domenico Tedesco und Gerald Asamoah kommen. „Da gucken wir dann, welche Konstellationen unter welchen Bedingungen Sinn machen“, gab Cinel zu Protokoll. „Stand jetzt liegt die Entscheidung bei 50:50“, ließ der erfolglose Trainer die Zukunft der Mannschaft komplett offen.

Auch Christoph Metzelder äußerte sich über die Situation der Schalke-Amateure und das trotz der großen Freude über den Sieg gegen seinen alten Klub. „Schalke ist auf jeder Position qualitativ und technisch stark besetzt. Nach dem Hinspiel habe ich gesagt, dass ich nur auf den Tag warte, an dem sie ins Rollen kommen und die Liga auch beherrschen. Aber langsam wird’s eng“, bewertete der Ex-Nationalspieler die sportliche Lage. Es bleibt also abzuwarten, welche Entscheidungen der Verein in den kommenden Wochen trifft.

Autor: Fabian Kleintges-Topoll

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